Wien (OTS) – Klare Worte findet die freiheitliche Frauensprecherin
NAbg. Rosa
Ecker, selbst Mutter und Großmutter und jahrelange Krisen- und
Pflegemutter, zu den jüngsten mutmaßlichen Missbrauchsfällen in den
SOS-Kinderdörfern Moosburg, Seekirchen, aber auch in weiteren
Einrichtungen. „Hier hat der Staat beim Schutz von Kindern versagt.
Dort, wo Kinder am meisten Vertrauen gebraucht hätten, wurden sie
Opfer von Gewalt, Missbrauch und Schweigen. Klare Konsequenzen muss
es für Täter ebenso geben wie auch für jene, die vertuscht oder
weggesehen haben, denn Kinderschutz darf kein politisches Schlagwort
bleiben. Kinder brauchen keinen Runden Tisch, Kinder brauchen Schutz,
Ombudsstellen und Konsequenzen.“
Wer in Verantwortung stehe und Missbrauch nicht melde, mache sich
mitschuldig. „Das Schweigen ist wie ein zweiter Missbrauch an den
Kinderseelen“, so wiegt für Ecker noch schwerer der Umstand, „dass
Geschäftsführungen und Aufsichtsräte offensichtlich Bescheid wussten
und trotzdem nichts geschah. Der Bericht zu Imst wurde seit 2022
unter der Decke gehalten – das ist ein Skandal im Skandal“, betont
Ecker.
Seit Jahren fordere die FPÖ unabhängige Ombudspersonen bei der
Volksanwaltschaft, „mit echten Beschwerdewegen, Transparenz und
unangekündigten Kontrollen in den entsprechenden Einrichtungen.“ Die
freiheitliche Frauensprecherin betonte, dass die Umsetzung längst
machbar gewesen wäre: „Es fehlt nicht an Gesetzen, sondern an
Verantwortungsbewusstsein“, sieht Ecker den Staat hier in
Verantwortung, die jedoch nicht erfüllt wurde. Zudem hätten auch die
Bundesländer ihre Verantwortung nicht konsequent wahrgenommen.
„Es müssen die Täter vor Gericht gestellt werden und jene, die
vertuscht oder weggesehen haben, müssen ebenfalls zur Rechenschaft
gezogen werden“, forderte Ecker mit Nachdruck die zuständige SPÖ-
Justizministerin Sporrer auf, „hier einzuschreiten und die
überfällige vollständige Aufklärung zu sichern. Es muss die Prämisse
gelten: Kinderschutz zuerst, die Zeit der Ausreden muss ein Ende
haben.“