FPÖ – Ecker: „Schumann erklärt Sexarbeiter für abgesichert, weiß aber nicht, wie viele überhaupt versichert sind!“

Wien (OTS) – „So sieht Regierungspolitik aus: Sozialministerin
Schumann erklärt
die sozialversicherungsrechtliche Absicherung von Sexarbeitern für
sichergestellt. Gleichzeitig weiß ihr Ressort nicht, wie viele
überhaupt bei der SVS versichert sind, wie viele durchgehend kranken-
, unfall- und pensionsversichert sind und wie viele ohne
ausreichenden Versicherungsschutz arbeiten“, kritisierte heute FPÖ-
Frauensprecherin NAbg. Rosa Ecker in Bezug auf eine entsprechende
Anfragebeantwortung der Ministerin.

2025 waren in Österreich 5.386 Sexarbeiter registriert. Allein in
Wien waren es 2.846, in Oberösterreich 650. Trotzdem liegen dem
Sozialministerium keine Zahlen zur tatsächlichen
Versicherungssituation vor. Gleichzeitig bezeichnet Schumann die
Situation der Betroffenen selbst als „prekär“, konkrete spezielle
Maßnahmen ihres Ressorts für 2026 und 2027 sind aber nicht
vorgesehen. „Eine Ministerin kann nicht einerseits von gesicherter
Absicherung sprechen und andererseits bei den wichtigsten Zahlen
passen. Wer nicht weiß, wie viele Menschen tatsächlich versichert
sind, kann auch nicht behaupten, dass das System funktioniert“, so
Ecker.

Auch ÖVP-Innenminister Karner bleibe Antworten schuldig. 2025 gab
es 1.260 Anzeigen wegen illegaler Prostitution. Im selben Jahr wurden
41 Opfer von Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung
identifiziert, davon 26 kolumbianische Frauen. Gleichzeitig kann das
Innenministerium nicht sagen, wie viele Rotlichtkontrollen
tatsächlich durchgeführt wurden. Eine entsprechende Statistik werde
nicht geführt.

„Menschenhandel, Zwang und sexuelle Ausbeutung müssen konsequent
verfolgt werden. Aber freiwillige legale Sexarbeit darf nicht mit
kriminellen Strukturen gleichgesetzt werden. Wer legal arbeitet,
braucht Rechtssicherheit, Sozialversicherung und Schutz vor
Ausbeutung. Genau dort hat diese Bundesregierung blinde Flecken“,
erklärte Ecker.

„Wir wollen wissen, wer tatsächlich versichert ist, wie oft
kontrolliert wird und was von den angekündigten Verbesserungen
wirklich umgesetzt wurde. Allgemeine Phrasen reichen nicht. Politik
muss für die betroffenen Frauen gemacht werden und nicht an ihnen
vorbei“, so Ecker abschließend.