Wien (OTS) – In der heutigen Sitzung des Nationalrats übte die FPÖ-
Frauensprecherin NAbg. Rosa Ecker, MBA scharfe Kritik an der
Frauenförder-NGO „LEA – Let’s Empower Austria“. Der Fonds stehe seit
seiner Gründung unter dem Verdacht, ein intransparentes System ohne
messbare Erfolge zu sein, das primär der Selbstinszenierung diene,
anstatt echte Frauenförderung zu betreiben.
„Die Kritik an LEA richtet sich nicht gegen das Ziel, Frauen und
Mädchen für MINT-Berufe zu begeistern. Sie richtet sich gegen die
dilettantische und intransparente Umsetzung. Wir sehen bis heute
keine messbaren Ziele, keine klaren Indikatoren und keine
nachvollziehbare Wirkung. Es ist ein Fass ohne Boden, in das
blindlings Steuergeld geschüttet wird, ohne zu wissen, was am Ende
dabei herauskommt“, erklärte Ecker in ihrer Rede.
Besonders die unklare Kostenstruktur und die fehlende Übersicht
über den Mitteleinsatz seien ein Affront gegenüber den Steuerzahlern.
„LEA verwaltet Steuergeld der Österreicher. Daher fordern wir
absolute Transparenz über die gesamte Kostenstruktur. Welche Mittel
fließen wirklich in die Programme und wie hoch ist der interne
Verwaltungsaufwand? Welche externen Stellen werden beauftragt und
nach welchen Kriterien? Solange diese Fragen nicht lückenlos
beantwortet werden, bleibt der Verdacht der Günstlingswirtschaft im
Raum stehen“, so die freiheitliche Frauensprecherin. Zudem baue LEA
teure Parallelangebote zu bestehenden Förderprogrammen von AMS,
Ministerien und Hochschulen auf, ohne einen klaren Mehrwert zu
schaffen.
Besonders befremdlich ist für Ecker die Haltung der zuständigen
Ministerin: „Bemerkenswert ist die 180-Grad-Wende der Ministerin, die
LEA vor ihrem Regierungseintritt selbst noch kritisiert hat. Jetzt
soll das Budget um sagenhafte 500.000 Euro aufgestockt werden, ohne
dass eine glaubwürdige Erklärung für diese Kehrtwende geliefert wird.
Gleichzeitig lehnt sie konkrete Anträge wie jenen unserer
Abgeordneten Lisa Schuch-Gubik zur echten Förderung von Mädchen in
HTLs ab. Das beweist: Es geht nicht um die Frauen, sondern um die
Versorgung von Günstlings-Netzwerken. Frauenförderung braucht Wirkung
und Fakten, keine Symbolpolitik!“