Wien (OTS) – „Bei Regionalzügen im ländlichen Raum mag es sein, dass
die
Sicherheit der Bahnkunden auch ohne Zugbegleiter nicht beeinträchtigt
wird, in Ballungsräumen und gerade im Großraum Wien sieht die Sache
aber ganz anders aus“, kritisierte heute der freiheitliche
Nationalratsabgeordnete Dipl.-Ing. Gerhard Deimek Medienberichte,
wonach die ÖBB die ab Dezember im Großraum Wien zum Einsatz kommenden
neuen Stadler-Doppelzüge großteils ohne Zugbegleiter betreiben will.
„Dass Züge in und um Wien für rund 1.700 Passagiere ohne
Begleitpersonal auskommen sollen, kann nur ein schlechter Witz sein.
Denn Zugbegleiter heben nicht nur die Qualität für die Fahrgäste und
managen die Evakuierung im Ernstfall, sondern erhöhen auch das
Sicherheitsgefühl der Bahnkunden. Das ist gerade in Ballungsräumen
besonders wichtig, dafür braucht man sich nur die besorgniserregende
Kriminalitätsentwicklung anschauen“, erklärte Deimek.
Die völlig falsche Politik der Systemparteien und der ÖVP-
Innenminister habe nämlich dazu geführt, dass öffentliche
Verkehrsmittel zu „regelrechten Kriminalitätshotspots“ geworden
seien, wie FPÖ-Generalsekretär NAbg. Christian Hafenecker, MA mit
einer parlamentarischen Anfrage vor wenigen Monaten aufgedeckt habe.
„Allein in den letzten zehn Jahren wurden 186.000 Straftaten in Zügen
und an Bahnhöfen begangen, darunter 33 Morde, 111 Vergewaltigungen
und 17.000 teils schwere Körperverletzungen. 17.500 Tatverdächtige
waren Ausländer. Dabei liegt es wohl auf der Hand, dass diese Delikte
eher weniger im ländlichen Raum begangen werden, sondern vielmehr im
städtischen Bereich und dessen Umfeld. Gerade dort haben die
Bahnkunden ein besonderes Sicherheitsbedürfnis, dem unbedingt
Rechnung zu tragen ist“, forderte der freiheitliche Abgeordnete.