Wien (OTS) – Angesichts der jüngsten Enthüllungen rund um den
Kabarettisten
Günther Paal alias „Gunkl“, der laut Medienberichten den Missbrauch
an einem vierjährigen Mädchen gestanden haben soll, übte FPÖ-
Sicherheitssprecher NAbg. Gernot Darmann heute scharfe Kritik an der
Vorgehensweise der Justiz. Dass sich der Beschuldigte weiterhin auf
freiem Fuß befinde, während die mutmaßlichen Erpresserinnen in
Untersuchungshaft sitzen, sei für Darmann ein unhaltbarer Zustand.
Bereits vor drei Jahren habe die FPÖ ein Kinderschutzpaket
präsentiert, das unter anderem die drastische Verschärfung der
Mindest- und Höchststrafen bis hin zu lebenslanger Haft sowie weitere
Strafverschärfungen vorgesehen habe: „Man muss es so klar sagen, wie
es ist: Sexueller Kindesmissbrauch ist Mord an Kinderseelen! Dass die
Systemparteien unser Kinderschutzpaket abgelehnt haben, versteht
daher niemand.“
„Es ist dem normalen Bürger nicht mehr zu erklären, warum ein
geständiger, mutmaßlicher Kinderschänder völlig unbehelligt auf
freiem Fuß herumlaufen darf. Wie kann es sein, dass die Justiz bei
einem Triebtäter, der sich an einer Vierjährigen vergangen und zudem
abscheuliches Material gehortet haben soll, keine Tatbegehungsgefahr
sieht? Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Eltern, die sich um die
Sicherheit ihrer Kinder sorgen“, so Darmann.
Laut Medienberichten habe der Künstler sich selbst angezeigt,
nachdem er von der Mutter und der Großmutter des Opfers um 150.000
Euro erpresst worden sei. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung
seien zudem Datenträger mit Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger
sichergestellt worden. Die beiden Frauen befänden sich mittlerweile
wegen mutmaßlicher schwerer Erpressung in Untersuchungshaft. Für den
freiheitlichen Sicherheitssprecher zeige dieser Fall einmal mehr die
dramatische Schieflage im System auf: „Offenbar wiegt der Schutz
eines prominenten Kabarettisten in diesem Land schwerer als der
Schutz der Kinderseele. Wir haben schon beim Fall Teichtmeister
gesehen, wie tief dieser Sumpf ist und wie zögerlich das System
reagiert!“
Abschließend forderte Darmann ein sofortiges Einschreiten der
Behörden sowie eine generelle Verschärfung der Strafen für Täter, die
sich an den Schwächsten der Gesellschaft vergehen. „Unsere Kinder
müssen an erster Stelle stehen. Wer sich an ihnen vergreift, hat sein
Recht auf Freiheit verwirkt und gehört unverzüglich hinter Gitter!“,
erklärte Darmann.