FPÖ – Berger: „Diskriminierung wegen Schwangerschaft ist untragbar – Wirtschaftskammer muss handeln“

Wien (OTS) – Nach einem aufsehenerregenden Zeitungsinterview, in dem
eine
Funktionärin der Wirtschaftskammer im Bezirk Villach-Land öffentlich
beklagte, sie solle aufgrund ihrer Schwangerschaft von ihrer Funktion
abgezogen werden, zeigte sich die stellvertretende Frauensprecherin
der FPÖ, Nationalratsabgeordnete Tina Angela Berger, entsetzt: „Wenn
eine engagierte Frau aus ihrer Funktion gedrängt wird, weil sie
schwanger ist, dann ist das ein glasklarer Fall von Diskriminierung.
Eine solche Vorgehensweise ist nicht nur menschlich fragwürdig,
sondern auch rechtlich höchst bedenklich.“

Wer Funktionen aufgrund einer Schwangerschaft entziehe, sende das
falsche Signal. Eine Gesellschaft, die sich auf dem Fundament der
Gleichstellung gründet, dürfe nicht zulassen, dass werdende Mütter
durch institutionelle Hürden um Positionen gebracht werden.

Berger forderte von der Wirtschaftskammer Kärnten eine umgehende
Aufklärung der Vorwürfe. „Diskriminierung hat hier keinen Platz“, so
Berger. Die FPÖ wolle keine bürokratischen Hürden für Schwangere,
sondern klare, faire Regeln sowie Unterstützungsangebote und
konsequente Gleichstellung am Arbeitsplatz. Frauen müssten
selbstbestimmt entscheiden dürfen, in welchem Ausmaß sie parallel zur
Mutterschaft beruflich oder ehrenamtlich tätig sein wollen.

Abschließend appellierte Berger an alle Institutionen,
Mutterschaft nicht länger als Hindernis zu betrachten. „Frauen sollen
Kinder bekommen dürfen, ohne Angst um ihre gesellschaftliche oder
berufliche Position haben zu müssen. Schwangerschaft ist keine
Schwäche – sie ist Teil eines gesunden, vielfältigen Lebensentwurfs.
Wer Frauen deswegen ausbremst, hat das Wort Gleichberechtigung nicht
verstanden.“