Wien (OTS) – Mit scharfer Kritik reagierte heute
FPÖ-Klubobmannstellvertreterin
und freiheitliche Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch auf
den aktuellen Rechnungshofbericht zu den Managergehältern in
staatsnahen Unternehmen. „Während die Armutsgefährdung im Land
grassiert, Pensionisten zur Kasse gebeten werden und die Bevölkerung
unter einer Rekordteuerung leidet, haben ÖVP und SPÖ einen
Selbstbedienungsladen für Ihresgleichen geschaffen, in dem Manager in
Staats- und staatsnahen Betrieben teils das Vielfache des
Bundeskanzlergehalts verdienen.“
„Die Spitzenverdiener sind ausgerechnet die Vorstände der
Österreichischen Post AG und der Verbund AG: Bei der Post, die in den
letzten Jahren vor allem durch Postamtsschließungen und
Mitarbeiterabbau aufgefallen ist, fließen durchschnittlich über zwei
Millionen Euro pro Jahr. Beim Verbund sind es rund 1,3 Millionen
Euro. Gleichzeitig wird der kleine Postler oder der Arbeiter im
Kraftwerk mit einem Hungerlohn abgespeist. Diese Zahlen sind ein
Affront gegenüber unseren Familien, Pensionisten und allen
Leistungsträgern, die unter der Last von Inflation und Steuern
zusammenbrechen. Dieses System ist Zeugnis einer moralischen
Verkommenheit ohne Skrupel und Genierer. Diese fürstlichen Gehälter
lassen sogar den Bundeskanzler wie einen Ferialpraktikanten
aussehen.“
Für Belakowitsch sei klar, wer für diese Missstände die
Verantwortung trage: „Diese unanständigen Gagen sind kein Zufall,
sondern haben System. ÖVP und SPÖ haben über Jahrzehnte ein Netzwerk
aus Günstlingen und Parteifreunden in den Vorständen dieser
Unternehmen installiert. Dieser Selbstbedienungsladen versorgt sich
nun gegenseitig auf Kosten der Steuerzahler. Während Millionen in
überzogene Managergehälter fließen, bleibt für die Menschen kaum
etwas übrig.“
„Wir Freiheitliche fordern ein Ende mit diesem Gagenirrsinn, wir
fordern einen sofortigen Gehaltsdeckel für Manager in allen
staatsnahen Betrieben, der sich höchstens am Gehalt des
Bundeskanzlers orientiert. Es kann nicht sein, dass Angestellte des
Staats ein Vielfaches dessen verdienen, was der Regierungschef
erhält. Dieses Geld gehört den Bürgern in Form von niedrigeren
Gebühren und besseren Dienstleistungen zurückgegeben, anstatt in den
Taschen einer abgehobenen Managerkaste zu verschwinden!“