Linz (OTS) – Rund 21.500 Menschen arbeiten in Oberösterreich allein
in
Metallerzeugung, Baustoff- und Papierindustrie. Deren Arbeitsplätze
sind durch die realitätsfremde Klimapolitik der Bundesregierung nun
akut bedroht. „Eine bereits von der Vorgängerregierung in Auftrag
gegebene WIFO-Studie kam 2025 zu dem Schluss, dass ganz erhebliche
Risiken für energie- und emissionsintensive Branchen bestehen, und
trotzdem klammert sich die Bundesregierung weiter an ihren Klimakurs.
Man muss hier also von einer vorsätzlichen Schädigung unseres Landes
ausgehen“, kritisiert der oö. FPÖ-Obmann Dr. Manfred Haimbuchner.
Besonders brisant: Auf parlamentarische Anfrage des stv.
Energiesprechers im Nationalrat, Mag. Paul Hammerl, gibt die
Bundesregierung an, über keine wirtschaftliche Folgenabschätzung
ihrer Klimapolitik für Oberösterreich zu verfügen, obwohl die
Prognosen durch das WIFO nachweislich auf dem Tisch liegen.
„Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer erklärt, entsprechende
Prognosen lägen nicht vor. Klimaminister Norbert Totschnig verweist
sodann auf die Prognosen, die angeblich gar nicht vorliegen, nennt
aber keine Zahlen. In dieser Bundesregierung weiß also ganz
offensichtlich die eine Hand nicht was die andere tut“, so NAbg. Paul
Hammerl.
Forderung: Abkehr von klimapolitischem Sonderweg und
ideologischen Jahreszielen
Die Ergebnisse der Studie sind indes deutlich: Österreichweit
sind allein beim motorisierten Individualverkehr rund 59.000
Beschäftigte potenziell von Jobverlust bedroht. Im Wohnbau weist das
WIFO für 2040 16.800 bis 18.300 Beschäftigte weniger aus. Sollte die
Umstellung der Metallerzeugung misslingen und Produktion abwandern,
drohen laut Studie sogar bis zu 88.700 verlorene Arbeitsplätze und
8,4 Milliarden Euro weniger Wertschöpfung. Dass die
Abwanderungsgefahr längst real ist, zeigt auch das WKO-Industrieradar
2026: Bereits jeder vierte Industriebetrieb nennt Verlagerungen von
Beschaffung, Produktion oder Vertrieb als mögliche Maßnahme in den
kommenden 24 Monaten. Auf Sicht von drei bis fünf Jahren hält sogar
rund die Hälfte eine teilweise Produktionsverlagerung ins Ausland für
wahrscheinlich. Gleichzeitig seien bereits rund 37.000
Industriearbeitsplätze verloren gegangen. „Während unsere Industrie
Arbeitsplätze abbaut und Betriebe über Abwanderung nachdenken, will
die Bundesregierung einen bis zu 178,7 Milliarden Euro teuren
Sonderweg bis 2040 gesetzlich zementieren. Diese Pläne müssen
umgehend gestoppt werden; das gilt auch für das EU-Ziel 2050“, so
beide Freiheitliche abschließend.