Wien (OTS) – Skurriles Ereignis vor dem Wiener Parlament: Die
bundesweite
Studierendenvertretung ÖH hielt eine Beerdigung der
Universitätsbildung ab. Bildung, Wissenschaft und Forschung erhielten
je einen Grabstein, auch Blumen wurden den symbolischen Gräbern
beigesetzt. Fotos der Aktion sind hier frei verwendbar abrufbar.
Grund dafür ist das unzureichende Budget, welches die
Bundesregierung den Universitäten in der kommenden
Leistungsvereinbarungsperiode zur Verfügung stellt. Die 16 Milliarden
Euro mögen viel klingen, bedeuten allerdings einen realen Verlust in
Milliardenhöhe.
Die Bundesregierung hat die Deadline, diesen Sparkurs zu
korrigieren, nun verstreichen lassen.
Zitate
„Den Studierenden ist bewusst, dass ein Realverlust in
Milliardenhöhe weder stabil ist, noch eine Verbesserung darstellt.
Unter diesem Katastrophenbudget werden Studierende, Forschende aber
auch Patient_innen leiden.“
-Viktoria Kudrna
„Wer an Universitäten spart, gefährdet nicht nur Wissenschaft und
Forschung, sondern verschärft auch die soziale Ungleichheit. Denn
während sich wohlhabende Familien fehlende öffentliche Unterstützung
leisten können, werden für Studierende aus einkommensschwachen
Haushalten die Hürden immer höher.”
-Selina Wienerroither
„Die Bundesregierung hat die Frist zur Korrektur ihres Sparkurses
verstreichen lassen. Was wir symbolisch zu Grabe getragen haben,
droht nun Realität zu werden. Die Rechnung für die Budgetkrise dürfen
nicht Studierende und Uni-Beschäftigte bezahlen.”
-Umut Ovat
Background
Die Bundesregierung hat am 17. Oktober final fatale Einsparungen
im Universitätsbereich verkündet, gegen die vergangene Woche 50.000
Leute gemeinsam mit der Österreichischen Hochschüler_innenschaft
demonstriert haben. ( Aussendung ) „Den Studierenden ist bewusst,
dass ein Realverlust in Milliardenhöhe weder stabil ist, noch eine
Verbesserung darstellt,“ betont Viktoria Kudrna „Unter diesem
Katastrophenbudget werden Studierende, Forschende aber auch
Patient_innen leiden.“ Denn klar ist: Egal, was Ministerin
Holzleitner sagt, die Einsparungen haben schon jetzt reelle Folgen.
An der Universität Klagenfurt wurden etwa 200 Stellen gestrichen und
die Zukunft mancher Studienrichtungen ist ungewiss, wie der Kurier
berichtete. In Wien warnen Mediziner_innen vor einem Abbau von bis zu
700 Stellen am AKH, dem größten Universitätskrankenhaus Österreichs.
Das Uni-Budget hat nicht nur Folgen für Bildung, Wissenschaft &
Forschung aktuell, sondern schwächt auch den Zugang neuer Leute in
die postsekundäre Bildung. Besonders arbeitende Studierende und First
-Generation-Students sind von Einsparungen besonders hart betroffen.
„Wer an Universitäten spart, gefährdet nicht nur Wissenschaft und
Forschung, sondern verschärft auch die soziale Ungleichheit. Denn
während sich wohlhabende Familien fehlende öffentliche Unterstützung
leisten können, werden für Studierende aus einkommensschwachen
Haushalten die Hürden immer höher.”, so Selina Wienerroither.
„Die Bundesregierung hat die Frist zur Korrektur ihres Sparkurses
verstreichen lassen. Was wir symbolisch zu Grabe getragen haben,
droht nun Realität zu werden. Die Rechnung für die Budgetkrise dürfen
nicht Studierende und Uni-Beschäftigte bezahlen.”, betont Umut Ovat
abschließend.