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FMK-Mobilfunk-Check im Auto: 30.000 Messwerte während 42 Stunden Autofahrt

Wien (OTS) – Die gute Nachricht: Die Messergebnisse sind mehr als
beruhigend

Mehr als 30.000 Messungen während insgesamt 42 Stunden Autofahrt
zeigen: Die Funkexposition durch Mobilfunk im Auto ist extrem
niedrig. Der Median aller gemessenen Funkexpositionen lag bei
lediglich 0,000909 W/m²

Zum Vergleich: der Grenzwert für 5G-Mobilfunk im 3,6 GHz-Band
liegt bei 10 W/m² – das bedeutet, dass der Grenzwert im
Mobilfunkbereich um den Faktor 10.000 unterschritten wurde.

Selbst der höchste Messwert der gesamten Messkampagne – rund 0,13
W/m², verursacht durch Radio und DAB beim Rundfunksender Schöckl –
lag deutlich unter den österreichischen Personenschutzgrenzwerten.
Die Messungen zeigen damit: Nicht der Mobilfunk, sondern Rundfunk war
für den höchsten Einzelwert verantwortlich.

…und keine schlechte Nachricht: Selbst „höchster“ Messwert vom
Rundfunksender Schöckl ist extrem gering

Der höchste während der Messfahrten festgestellte Wert von rund
0,130 W/m² stammte dabei nicht aus dem Mobilfunk, sondern aus der
Kategorie „Sonstige Funkanwendungen“. Es handelte sich um Signale aus
dem Bereich Radio und DAB, die beim Rundfunksender Schöckl in der
Steiermark gemessen wurden.

Auch dieser höchste Messwert lag deutlich unter den in Österreich
anzuwendenden Personenschutzgrenzwerten der OVE-R 23-1.

Mehr als 30.000 Messungen während alltäglicher Autofahrten

Für die Messkampagne kam ein bandselektives Exposimeter zum
Einsatz, das den Hochfrequenzbereich von 50 MHz bis 6 GHz erfasst.
Das Messgerät wurde auf dem Beifahrersitz eines Elektroautos
platziert. Zwischen 23. Oktober und 20. November 2025 wurde an 15
Tagen insgesamt 41 Stunden und 49 Minuten gemessen. Alle fünf
Sekunden wurde ein Messwert aufgezeichnet – insgesamt entstanden so
30.106 Datensätze.

Dabei wurden Autofahrten sowohl in städtischen, als auch im
ländlichen Gebieten abgebildet. Das Mobiltelefon war über Bluetooth
beziehungsweise WLAN mit dem Fahrzeug verbunden und wurde auch für
Telefonate über die integrierte Freisprecheinrichtung verwendet. Das
Smartphone befand sich in der Mittelkonsole und damit relativ nahe
beim Messgerät.

WLAN dominiert – nicht der Mobilfunk von außen

Die Auswertung zeigt, dass bei den untersuchten Autofahrten WLAN
mit rund 40 Prozent den größten Anteil an der gemessenen
Funkexposition ausmachte. Grund dafür ist der aktive Datenaustausch
zwischen dem Smartphone und dem Fahrzeug. Auf den Downlink, also die
Signale von Mobilfunkstationen zum Fahrzeug, entfielen rund 24
Prozent. Der Mobilfunk-Uplink vom Smartphone zu den
Mobilfunkstationenlag bei rund 21 Prozent. Der 3,6-GHz-Bereich, der
insbesondere für 5G relevant ist, trug lediglich rund acht Prozent zu
Gesamtexposition bei.

Damit zeigt die Messung auch, dass die Exposition im Fahrzeug
wesentlich durch die aktive Nutzung der Funkverbindungen im Auto
selbst geprägt wird.

Messungen bestätigen Größenordnung anderer Untersuchungen

Die Ergebnisse des FMK-Messprojekts liegen beim Median in etwa in
der Größenordnung vergleichbarer Messungen des Schweizer Bundesamts
für Umwelt (BAFU). Das verwendete Exposimeter wird auch dort für das
Monitoring hochfrequenter elektromagnetischer Felder eingesetzt.