Filmwirtschaft: Fachverbands-Obmann gratuliert zu sensationellem Erfolg in Cannes

Wien (OTS) – „Mit der Einladung von ‚Gentle Monster‘ von Marie
Kreutzer und der Ko
-Produktion ‚Das geträumte Abenteuer‘ von Valeska Grisebach in den
Wettbewerb sowie von ‚Everytime‘ von Sandra Wollner in die Reihe Un
Certain Regard beim Festival de Cannes zeigt sich nach dem großen
Erfolg in Berlin einmal mehr die internationale Stärke des
österreichischen Filmschaffens. Dieser Erfolg ist das Ergebnis harter
Arbeit, hoher Professionalität und eines gewachsenen kreativen
Ökosystems“, erklärt Alexander Dumreicher-Ivanceanu , Obmann des
Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft in der Wirtschaftskammer
Österreich.

„Ich gratuliere im Namen des Fachverbands den RegisseurInnen
Marie Kreutzer, Sandra Wollner und Valeska Grisebach, den
Produktionsfirmen Film AG und Panama Film und allen
Schauspieler:innen und Filmschaffenden der drei Filme sehr herzlich
zu dieser herausragenden Leistung. Die heutige Bekanntgabe
unterstreicht die zentrale Rolle internationaler Festivals für die
Sichtbarkeit des Filmstandorts Österreich. Plattformen wie Cannes
sind entscheidend, um heimische Produktionen weltweit zu
positionieren und neue Märkte zu erschließen“, so Dumreicher-
Ivanceanu.

Erfolge von heute sichern Filme von morgen

Gleichzeitig verweist der Fachverband auf die aktuellen
Herausforderungen für die Branche: „Das wichtigste Filmfestival der
Welt feiert den österreichischen Film. Umso wichtiger ist nun die
Sicherung der Finanzierung für die Zukunft! Denn was wir heute
feiern, basiert auf den Finanzierungen der vergangenen Jahre. Filme
haben lange Vorlaufzeiten – was heute entwickelt wird, sehen wir in
zwei bis drei Jahren auf der Leinwand.“

Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, brauche es jetzt
rasche politische Entscheidungen. Der Fachverband bekräftigt daher
die Dringlichkeit der Umsetzung der Streaming-Abgabe und Investment
Obligation für internationale Streaming-Plattformen, damit die
Streamer fair an der Finanzierung österreichischer Filme beteiligt
werden.

„Zahlreiche Beispiele in Europa zeigen, dass die Modelle
funktionieren. Sie sichern Wertschöpfung, Beschäftigung und
internationale Wettbewerbsfähigkeit. Ohne diese zusätzlichen Mittel
wird es künftig weniger Produktionen geben – und damit auch weniger
Erfolge auf internationalen Festivals und beim österreichischen
Publikum“, betont Dumreicher-Ivanceanu.

„Wenn wir wollen, dass österreichische Filme auch in Zukunft auf
den größten Bühnen der Welt vertreten sind, müssen wir jetzt handeln.
Ohne die Beteiligung der Streamer bleibt die Leinwand leer“, so
Dumreicher-Ivanceanu abschließend. (PWK144/HSP)