FH Kärnten fordert Doktorratsprogramme für Fachhochschulen: Innovationskraft braucht anwendungsorientierte Forschung

Villach (OTS) – Die Fachhochschule Kärnten spricht sich gemeinsam mit
anderen
österreichischen Fachhochschulen für die Einführung extern
akkreditierter Doktoratsprogramme an FH/Hochschulen für angewandte
Wissenschaften aus. Damit soll der Beitrag zur Forschung, Innovation
und Wettbewerbsfähigkeit des Landes nachhaltig gestärkt werden.

„In Deutschland und anderen führenden Industrienationen hat man
verstanden, dass ein international wettbewerbsfähiger Wirtschafts-,
Technologie- und Innovationsstandort auf Dauer nicht allein mit der
Grundlagenforschung der Universitäten aufrechterhalten werden kann,
deren Adressat primär die Scientific Community ist“ , erläutert
Siegfried Spanz , Geschäftsführer der FH Kärnten.

Die FH Kärnten verfügt über eine umfassende Laborinfrastruktur
und mehrere interdisziplinäre Forschungszentren . In den „ Science &
Energy Labs “ am Campus Villach stehen rund 1.600 m² modernste
Laborflächen für Forschung in den Bereichen Energie, Umwelt und
Engineering zur Verfügung. Insgesamt arbeiten 16 Forschungsgruppen
und 5 Forschungszentren in Themenfeldern wie Bauingenieurwesen &
Architektur, Engineering & IT, Gesundheit & Soziales sowie Wirtschaft
& Management.

Beispielhaft ist das Institute for Applied Research on Ageing (
IARA) , das europaweit vernetzt transdisziplinäre Forschung zum Thema
Alter(n) betreibt. Über 350 Kooperationspartner aus Wirtschaft,
Wissenschaft und Gesellschaft belegen die hohe Anwendungsorientierung
und Relevanz der Forschung an der FH Kärnten.

„Die Voraussetzungen sind erfüllt. Das Promotionsrecht für
Fachhochschulen/HAW wäre der nächste logische Schritt, um exzellente
Nachwuchsforscher*innen eigenständig auszubilden und im Land zu
halten.“, so Martin Waiguny , seit 1. Oktober neuer Geschäftsführer
der FH Kärnten. Doktoratsprogramme für Fachhochschulen würden die
Durchlässigkeit im Hochschulsystem erhöhen und Österreich im
internationalen Wettbewerb stärken. „Forschungsexzellenz zeigt sich
auch darin, Wissen in Innovation zu übersetzen“, unterstreicht Rektor
Peter Granig . „Das ist die Stärke der Fachhochschulen – und dafür
brauchen wir jetzt die passenden Rahmenbedingungen.“