Feuerwehrfreundliche Arbeitgeber geehrt – Sicherheit als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor

Wien (OTS) – Diese Betriebe unterstützen bereits seit vielen Jahren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich bei der
Freiwilligen Feuerwehr engagieren. Damit leisten sie einen
wesentlichen Beitrag zum Erhalt des Feuerwehrwesens in Österreich und
sichern die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr.

Die österreichischen Feuerwehren sind auf die Unterstützung der
Arbeitgeber angewiesen, denn diese entscheiden freiwillig und nach
eigenem Ermessen, ob sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem
Einsatz weglassen können. Diese Entscheidung kann und darf nur vom
Unternehmen selbst getroffen werden. Die Auftragslage, Krankenstände
und andere Abwesenheiten sind dabei zu berücksichtigen, weshalb sich
eine gesetzlich verpflichtende Dienstfreistellung für ehrenamtlich
tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter negativ auf den Betrieb und
schlussendlich auch negativ auf Feuerwehrmitglieder am Arbeitsmarkt
auswirken würde.

„Umso wichtiger ist es uns zu betonen, dass wir es zu schätzen
wissen, wenn Unternehmen den Wert erkennen, den unsere ehrenamtlichen
Feuerwehrmitglieder an der Gesellschaft leisten und unseren Frauen
und Männern auch während der Arbeitszeit entgegenkommen, um zu
Einsätzen ausrücken oder Aus- und Weiterbildungen absolvieren zu
können. Viele Betriebe ermöglichen den Feuerwehren in ihrem Umfeld
auch das Betriebsgelände für Übungen zu nutzen – ein Mehrwert für die
Feuerwehr aber auch für den Betrieb, wenn sich die
Einsatzorganisationen am Gelände orientieren und zurechtfinden
können. So sind sie bestens vorbereitet, sollte es zu einem Einsatz
kommen“ , zeigt sich Feuerwehrpräsident Robert Mayer dankbar für das
gute Miteinander.

Zwtl.: Preisträger 2026

Im Raiffeisen Forum in Wien wurden die Awards von
Feuerwehrpräsident Robert Mayer und Bundesministerin Korinna Schumann
sowie den jeweils zuständigen Landesfeuerwehrkommandanten überreicht.

Die Präsentationen der Unternehmen – von großen und weltweit
agierenden Konzernen bis hin zu kleinen Familienbetrieben – machte
die Vielfalt an Unterstützungsmöglichkeiten sichtbar.

– Burgenland: Josef Kamper Gesellschaft m.b.H. und Vossen GmbH & Co.
KG

– Kärnten: Omya GmbH und Raiffeisenbank Mittelkärnten eG

– Niederösterreich: Benediktinerstift Melk und Feuerschutz Bayer GmbH

– Oberösterreich: IDEAL Kältetechnik GmbH und AGRANA Stärke GmbH

– Salzburg: Leube Zement GmbH und METALL-Tech Brugger Manfred GmbH.

– Steiermark: Pfleger Bau GmbH und Steirerfleisch GmbH

– Tirol: Zitt – Transporte Erdbau GmbH & Co KG und Holzbau Lengauer-
Stockner GmbH

– Wien: Anna Kölbl, Landwirtschaft und collaborative.cloud e.U.

Bundesministerin Korinna Schumann: „Vieles, was unsere
Gesellschaft stark macht, wäre ohne den Einsatz engagierter Menschen
nicht möglich. Die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren ist
dabei eng mit der Unterstützung von Arbeitgebern verbunden. Wenn
Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, im
Ernstfall auszurücken, an Übungen teilzunehmen oder wichtige Aus- und
Weiterbildungen zu absolvieren, leisten sie einen wertvollen Beitrag
für unsere Gesellschaft und die Sicherheit unseres Landes. Die
ausgezeichneten Betriebe zeigen eindrucksvoll, dass wirtschaftlicher
Erfolg, gesellschaftliche Verantwortung und freiwilliges Engagement
keine Gegensätze sind, sondern einander stärken.“

Zwtl.: Sonderpreis für INTERSPAR Österreich

Seit 2025 besteht eine intensive Kooperation zwischen dem
Österreichischen Bundesfeuerwehrverband und INTERSPAR Österreich. Die
für INTERSPAR-Filialen zuständigen Feuerwehren bzw. Feuerwehrverbände
profitieren von Pfandbon-Spenden, die Kundinnen und Kunden bei
INTERSPAR tätigen können. Des Weiteren sind noch bis 26. Juli eigens
kreierte „Floriani-Weckerl“ bei sämtlichen INTERSPAR Filialen
erhältlich, der Reinerlös kommt ebenso dem österreichischen
Feuerwehrwesen zugute.

Mag. Johannes Holzleitner, INTERSPAR Österreich-Geschäftsführer:
„Die Feuerwehren leisten Tag für Tag Großartiges für unsere
Gesellschaft. Mit den Pfandbonspenden und dem Floriani-Weckerl geben
wir unseren Kund:innen die Möglichkeit, die Feuerwehren in ihrer
unmittelbaren Nachbarschaft und die Feuerwehrjugend direkt zu
unterstützen. Für die Auszeichnung bedanke ich mich herzlich – sie
gilt dem Engagement des INTERSPAR-Teams und unserer Kundschaft, die
diese Unterstützung erst möglich machen.“

Feuerwehrpräsident Robert Mayer: „Die Sicherung der
Tageseinsatzbereitschaft und alle Maßnahmen, die uns als Feuerwehr
rasch in den Einsatz bringen, sind das Kostbarste und haben neben
finanziellen Mitteln oder der Unterstützung bei Veranstaltungen eine
sehr hohe Bedeutung für uns. Ich bedanke mich aufrichtig bei allen
feuerwehrfreundlichen Arbeitgebern, die unser System auf so
unterschiedliche Weise unterstützen und damit beweisen, dass neben
den wirtschaftlichen Aspekten einer Unternehmensführung auch soziale
Verantwortung, Menschlichkeit und die Sicherheit in Österreich
entscheidende Erfolgsfaktoren sind.“

Zwtl.: Einmaliges System: Feuerwehr Österreich

Das österreichische Feuerwehrwesen wird hauptsächlich von
ehrenamtlichen, also unbezahlten Mitgliedern getragen. Jede bzw.
jeder 25. Österreicherin bzw. Österreicher ist Mitglied in einer der
rund 4.800 Feuerwehren (ca. 4.500 davon sind Freiwillige Feuerwehren,
zudem gibt es sechs Berufsfeuerwehren und rund 300
Betriebsfeuerwehren). Durch das dichte und engmaschige Netz dieser
Feuerwehren kann innerhalb von wenigen Minuten an nahezu jeder
Einsatzstelle im Bundesgebiet geholfen werden – und das oft tagelang,
überregional und auch international, ohne den Schutz einer Gemeinde
in Österreich zu vernachlässigen.

Eine Entgeltfortzahlung, die 2019 im Nationalrat beschlossen
wurde, ermöglicht unter gewissen Voraussetzungen (im Einvernehmen
zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei einem
Großschadensereignis mit mehr als 100 Einsatzkräften, die länger als
acht Stunden im Einsatz stehen) eine Entschädigungszahlung für
bestimmte Unternehmen (Ꞓ200,- pro Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter und
entfallenem Arbeitstag bei Entgeltfortzahlung). Diese Fortzahlung
kann allerdings nur beantragt werden, wenn die Einsatzkraft
Dienstnehmer ist. Eine Erweiterung auf bspw. Selbständige oder
Landwirte wird vom Österreichischen Bundesfeuerwehrverband seit der
Einführung gefordert, ebenso wie eine unbürokratischere Beantragung.

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