Wien (OTS) – Der Eurovision Song Contest, welcher von 10. – 16. Mai
in Wien über
die Bühne geht, soll einmal mehr die Sonntagsöffnung rechtfertigen.
Zumindest, wenn es nach der ÖVP Wien geht. Sie fordert abermals, die
Geschäfte zu Christi Himmelfahrt am 14. Mai und am darauffolgenden
Sonntag, den 17. Mai, zu öffnen. „Mir scheint, der ÖVP Wien Chef will
mit dem Argument, „wirtschaftliche Impulse“ zu setzen, eigentlich die
Sonntagsruhe aufweichen“, ärgert sich Fritz Pöltl, FCG-ÖAAB
Fraktionsführer in der Arbeiterkammer Wien. Im Zeitraum des Song
Contests gäbe es genug Möglichkeiten, Geld in Wien zu lassen.
Umfragen zeigen, dass eine Sonntagsöffnung den Umsatz lediglich
verlagert, jedoch nicht steigert.
Zwtl.: Wirtschaftliche Impulse nicht auf dem Rücken der
Arbeitnehmer:innen setzen
„Umfragen belegen immer wieder, dass etwa 63 Prozent der
Wiener:innen prinzipiell gegen eine Sonntagsöffnung sind“, ruft Peter
Gattinger, FCG/GPA Wien Vorsitzender und Betriebsrat in Erinnerung.
Eine Mehrheit der Handelsangestellten (über 90%) lehne eine
Sonntagsöffnung kategorisch ab. Und diese Gruppe wäre ja die meist
betroffene.
Pöltl und Gattinger begrüßen die Bestrebungen der
Frauensprecherin der Wiener ÖVP zur Sicherheit von Mädchen und Frauen
im urbanen Raum. „Dass der Handel eine weiblich dominierte Branche
ist und damit vor allem Frauen von einer Sonntags- und
Feiertagsöffnung betroffen wären, wird hier offensichtlich
vergessen“, so Pöltl und Gattinger. „Für uns bleibt: keine weitere
Belastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch eine
Sonntagsöffnung! Wien hat mehr zu bieten als Shopping rund um die
Uhr. Das sollte vor allem der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt
wissen“, so die beiden Christgewerkschafter abschließend.