Wien (OTS) – Beim FAIRTRADE-Stakeholderforum „Voices and Visions“ am
24. September
standen persönliche Gespräche an Themenstationen zu Lieferketten,
Wirkung, Zertifizierung und internationalen Entwicklungen im
Mittelpunkt. Das interaktive Format brachte Fachleute aus dem
internationalen FAIRTRADE-Netzwerk mit Vertreter:innen aus
Wirtschaft, öffentlichem Bereich und Zivilgesellschaft zusammen.
Ergänzt wurde der Veranstaltungstag durch Einblicke in Konsum- und
Wirtschaftstrends sowie die FAIRTRADE-Schwerpunkte für 2027.
„Fairer Handel funktioniert nicht im Alleingang. Unternehmen,
Zivilgesellschaft und internationale Fachleute bringen
unterschiedliche Erfahrungen und Anforderungen mit. Der direkte
Austausch hilft, Herausforderungen entlang der Lieferkette besser
einzuordnen und gemeinsame Ansatzpunkte zu erkennen“, sagt Hartwig
Kirner, Geschäftsführer von FAIRTRADE Österreich.
Zwtl.: Internationale Expertise im direkten Gespräch
Das Stakeholderforum setzte auf persönlichen Austausch statt auf
eine klassische Abfolge von Vorträgen. An verschiedenen Infostationen
konnten die Teilnehmer:innen selbst wählen, welche Themen und Fragen
sie vertiefen wollten.
Arisbe Mendoza, Director Global Impact, Advocacy & Partnerships
bei Fairtrade International , stellte die Rolle von Bauernfamilien
und ihren Organisationen in internationalen Entscheidungsprozessen in
den Mittelpunkt. „Wenn wir über die Zukunft fairer Lieferketten
sprechen, müssen die Perspektiven der Produzent:innen Teil der
Entscheidungen sein. Entscheidend sind Rahmenbedingungen, die
Produzentenorganisationen Handlungsspielraum geben, damit sie planen,
investieren und ihre wirtschaftliche Zukunft selbst mitgestalten
können.“
Johanna Schmidt, Cocoa Manager bei Fairtrade International ,
richtete den Blick auf die Voraussetzungen langfristig stabiler
Agrarlieferketten. „Resiliente Lieferketten brauchen langfristige
Perspektiven auf beiden Seiten. Produzent:innen müssen planen und
investieren können, gleichzeitig braucht es verlässliche
Partnerschaften entlang der Lieferkette. Beides gehört zusammen, wenn
fairer Handel dauerhaft funktionieren soll.“
Mit Marc Bermann, Leitung Politik und Internationales bei
Fairtrade Deutschland sowie Maaike van Breevoort, Strategic Planning,
Stakeholder & Information Services bei FLOCERT GmbH , waren zudem
politische und zertifizierungsbezogene Perspektiven im Forum
vertreten.
Zwtl.: Wirtschaft, öffentlicher Bereich und Community im Dialog
Beim Veranstaltungstag waren Vertreter:innen aus Wirtschaft,
öffentlichem Bereich und Zivilgesellschaft vor Ort. Dazu zählten
unter anderem Roman-David Freihsl von der Stadt Wien, Birgit Kern vom
Land Niederösterreich sowie Nina Abrahamczik in Vertretung des
zuständigen Stadtrats . Hinzu kamen zahlreiche Vertreter:innen von
FAIRTRADE-Mitgliederorganisationen, FAIRTRADE-Gemeinden, -Schulen und
Weltläden.
Zu den Gästen aus der Wirtschaft zählten unter anderem Michael
Scherndl, Geschäftsführer von EZA Fairer Handel, Andreas Heindl,
Geschäftsführer von Confiserie Heindl und Peter Hildebrand,
Geschäftsführer von Betten Reiter .
Vertreten waren außerdem ALDI/HOFER, Berglandmilch, BILLA/REWE,
Biogast, dm drogerie markt, GMS Gourmet, Hermann Pfanner, Josef
Manner, Julius Meinl, Lidl Österreich, Reyhani, Segafredo, SPAR
Österreich und Teekanne .
Einen wirtschaftlichen Akzent setzte Stefan Bruckbauer, Chief
Economist Austria der UniCredit Bank Austria AG . Er ordnete aktuelle
Herausforderungen für Österreichs Wirtschaft ein – von Energie und
China bis zu Künstlicher Intelligenz.
Der Veranstaltungstag brachte damit internationale
Fachperspektiven mit Erfahrungen aus Wirtschaft, öffentlichem Bereich
und Zivilgesellschaft zu aktuellen Fragen des fairen Handels und
globaler Lieferketten zusammen.
Bildmaterial:
Aktuelles Bildmaterial vom FAIRTRADE-Veranstaltungstag steht im
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