Fachkräfte lieben ihren Job und kündigen trotzdem

Wien (OTS) – „Der Fachkräftemangel ist zu einem großen Teil selbst
gemacht. Viele
Unternehmen verlieren ihre Leute nicht an den Wettbewerb – sondern an
ihre eigenen Strukturen“, sagt Jutta Perfahl-Strilka, CEO von hokify.

Zwtl.: Stress und Belastung zwingen zum Jobwechsel. Gehalt
zweitrangig. In der Pflege dramatisch.

Warum verlassen Menschen ihren Do-it-Job? Laut einer Civey-
Erhebung im Auftrag von hokify aus dem Jahr 2026 (n=500, Österreich)
steht körperliche Belastung und Stress mit 38,4 % an erster Stelle
der Wechselgründe – noch vor zu geringem Gehalt (30,6 %). In Pflege-
und Sozialberufen nennen 69,4 % körperliche Belastung als zentralen
Wechselgrund.

Auch die Arbeitszeit wird zur Entscheidungsfrage: 36,2 % würden
allein für eine Vier-Tage-Woche bei gleichbleibendem Lohn den
Arbeitgeber wechseln. Wer echte Entlastung bietet, hat den stärksten
Bindungshebel – weit vor der nächsten Gehaltsrunde.

„Das ist eine echte Chance für Arbeitgeber: In Zeiten geringer
finanzieller Spielräume für Gehaltserhöhungen wird die strukturelle
Entlastung zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil, der nichts kosten
muss, außer ein Umdenken in der Organisation“ , so Jutta Perfahl-
Strilka.

Zwtl.: Geld ist wichtig – Zukunftssicherheit und Planbarkeit sind
entscheidend

Was im Alltag wirklich zählt, zeigt sich besonders deutlich beim
Blick auf Benefits: Finanzielle Boni bei Zielerreichung (40,8 %),
drei zusätzliche Urlaubstage (30,2 %) und eine zusätzliche
Pensionsvorsorge (28,4 %) führen die Wunschliste an. Es wird klar:
Leistungen, die konkret entlasten oder Zukunft absichern, sind
deutlich relevanter als symbolische Extras.

Auch wenn sich 54,6 % der Beschäftigten im ersten Schritt eine
bessere Bezahlung wünschen würden, liegt hier die eigentliche Chance
für Unternehmen: Die größten Hebel liegen nicht im Budget, sondern in
der Arbeitsrealität. Strukturierte Arbeitszeiten, klare Abläufe und
echte Planbarkeit entscheiden darüber, ob Menschen bleiben oder
gehen.

Zwar geben 13,0 % an, gar nichts an ihrer Situation ändern zu
wollen. Für die Mehrheit gilt jedoch: Die Identifikation mit dem
Beruf ist vorhanden – es fehlt an verlässlichen Rahmenbedingungen.
Eine klare Stellenausschreibung und eine tatsächlich gelebte Work-
Life-Balance werden damit zu zentralen Faktoren für
Mitarbeiterbindung und Recruiting.

Zwtl.: Der unterschätzte Schlüssel zur Mitarbeiterbindung.

„Es gibt sie, die Hebel für echte Mitarbeiterbindung! Das zeigt
sich besonders deutlich beim Thema Entwicklung: Beschäftigte in Do-it
-Jobs denken selten in klassischen Karrierestufen. Vielmehr wollen
26,8 % ihr Fachwissen vertiefen, 20,4 % etwas völlig Neues lernen und
18,8 % sich stärker spezialisieren. „Wer Weiterbildung hier praxisnah
und alltagstauglich gestaltet, nutzt einen oft unterschätzten
Bindungsfaktor“ , macht Jutta Perfahl-Strilka deutlich.

„Die Loyalität in Do-it-Jobs ist real – und sie wird systematisch
verspielt. Durch Schichten, die nicht planbar sind, durch Belastung,
die nicht anerkannt wird, durch Entwicklungsmöglichkeiten, die am
Alltag vorbeigehen. Arbeitgeber, die genau dort ansetzen, gewinnen
den Wettbewerb um Fachkräfte – nicht durch Versprechen, sondern durch
Haltung“ , so Perfahl-Strilka abschließend.

Über die Studie

Der Do-it-Jobs Report 2026 von hokify basiert auf einer aktuellen
Civey-Erhebung unter 500 Beschäftigten und Jobsuchenden in Do-it-Jobs
in Österreich (Jänner 2026, Fehlertoleranz ±4,4 %). Ergänzend werden
Vergleichsdaten einer Vorjahreserhebung herangezogen (Civey, April
2025, n=500, AT, ±4,4 %), die zusätzliche Themenbereiche wie
Wechselgründe und Arbeitgeberwechsel-Trigger abdeckt. Beide
Erhebungen wurden von Civey im Auftrag von hokify durchgeführt und
sind repräsentativ aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen.

Über hokify

hokify hat die Jobs, die Wirtschaft und Gesellschaft am Laufen
halten. Mit dem Anspruch “Einfach zu Do-it-Jobs” verbindet hokify,
die mobile Job und Candidate Plattform, mehr als 60.000 Unternehmen
mit jährlich 6,8 Millionen Nutzer:innen auf dem österreichischen und
deutschen Arbeitsmarkt. Kandidat:innen können sich direkt am
Smartphone bewerben – ganz ohne Anschreiben und mit einem Profil für
alle Bewerbungen. Als Social Media & Mobile Recruiting Experte
unterstützt hokify Unternehmen dabei, Do-it-Jobs einfach und
effizient zu besetzen. hokify wurde 2016 in Wien gegründet, ist Teil
der norika group, beschäftigt 100 Mitarbeiter:innen und ist die HR
Brand des Jahres 2024.*

*DRX Awards 2024: HR Brand des Jahres