EURORAI-Kongress in Genf: Umgang mit Naturkatastrophen

Wien (OTS) – Nachdem Naturkatastrophen in den letzten Jahren merklich
zugenommen
haben, widmete sich Anfang Oktober 2025 der zweitägige Internationale
EURORAI-Kongress (European Organization of Regional Audit
Institutions) in Genf , der Hauptstadt des gleichnamigen Schweizer
Kantons, diesem auch für die Öffentliche Finanzkontrolle bedeutendem
Thema.

Unter dem Titel „Erfahrungsaustausch im Rahmen der Prüfungen der
regionalen Einrichtungen der externen öffentlichen Finanzkontrolle
über den Umgang mit Naturkatastrophen“ befassten sich die knapp 130
Teilnehmer:innen aus 14 Ländern unter anderem mit der Frage, welche
Anforderungen an Bauwerke der Daseinsvorsorge beziehungsweise der
kritischen Infrastruktur in Bezug auf Naturkatastrophen gestellt
werden zudem mit rechtlichen Fragen bei Prüfungen im Bereich von
Naturkatastrophen.

Eröffnet wurde die hochrangige Veranstaltung von Thierry
Apothéloz, Präsident des Staatsrates des Kantons Genf, Jennifer
Conti, Präsidentin des Verwaltungskontrollausschusses des Großen
Rates des Kantons Genf sowie Charles Pict, Direktor des Internen
Auditdienstes des Kantons Genf, der auch als Gastgeber des Kongresses
fungierte.

Hochrangige Vertreter:innen europäischer Kontrolleinrichtungen

Zahlreiche Referent*innen der kommunalen und regionalen
Finanzkontrolle aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Ungarn,
Schottland, Schweiz, Polen, Jersey, Litauen, Lettland, Brasilien,
Portugal, Bosnien und Herzegowina sowie Österreich – vertreten durch
René Binder, Prüfer der Gruppe Sicherheitskontrolle im Wiener
Stadtrechnungshof und Jürgen Kasper, Leiter der Gruppe Infrastruktur
und Projektkontrolle im Landesrechnungshof Steiermark – boten
Einblick in die Arbeit von Einrichtungen der externen Finanzkontrolle
und präsentierten verschiedene Ansätze, um Prüfungen im Zusammenhang
mit Naturkatastrophen im Sinne der Transparenz sicht- und greifbar zu
machen.

Zudem nahm die Generalsekretärin von EUROSAI (Europäische
Organisation der Obersten Rechnungskontrollbehörden), Enriqueta
Chicano Jávega – auch Präsidentin des spanischen Rechnungshofes –
teil, die die Kongressteilnehmenden über die Möglichkeit einer
Kooperation zwischen EUROSAI und EURORAI informierte.

Direktor Sedlak : „Der EURORAI-Kongress trägt dazu bei, auf dem
gemeinsamen Gebiet der Prüfung der öffentlichen Finanzen in den
jeweiligen Regional- und Kommunalverwaltungen Fortschritte zu
erzielen um zu einer besseren Verwendung öffentlicher Mittel zu
gelangen“.

Den Abschluss des Kongresses bildete die feierliche
Verabschiedung von EURORAI-Präsident Joan C. Rosselló Villalonga, der
den Vorsitz des Präsidiums an Vizepräsident Charles Pict übergab.

Weiterführende Informationen:

Vortragsunterlagen abrufbar unter: www.eurorai.org/portalseite

Informationen zum Stadtrechnungshof Wien:
stadtrechnungshof.wien.gv.at/