EUDR: Land&Forst Betriebe begrüßen Abstimmung im EU-Parlament – Kommission muss nachbessern!

Wien (OTS) – Die Land&Forst Betriebe Österreich sehen sich in ihrer
anhaltenden
Kritik bestätigt: Die heute vom EU-Parlament beschlossene Ablehnung
der Länderklassifizierung in der Entwaldungsverordnung (EUDR) ist ein
deutliches Signal an die EU-Kommission. Schon seit Veröffentlichung
der Risikobewertung hatten die Land&Forst Betriebe die Einstufung als
fachlich nicht tragfähig kritisiert, nun ist eine grundlegende
Überarbeitung auch von anderer Seite gefordert.

Der Einspruch von ÖVP-Agrarsprecher Alexander Bernhuber wurde vom
Parlament angenommen. Damit wächst der Druck auf die Kommission, das
Benchmarking-System zu überdenken. Denn während Länder mit
dokumentierter massiver Entwaldung nur als „Standardrisiko“ gelten,
werden Staaten mit nachhaltiger Forstwirtschaft – wie Österreich –
mit denselben bürokratischen Auflagen belastet. Dass insgesamt nur
vier Staaten in die Hochrisikokategorie fallen, stellt die
Sinnhaftigkeit des gesamten Prozederes in Frage.

„ Die heutige Entscheidung zeigt eindeutig, dass die Kritik aus
Mitgliedstaaten, Wirtschaft und nun auch dem EU-Parlament berechtigt
ist. Die Bewertung ist in der derzeitigen Form nicht tragbar und die
Kommission darf dieses Signal nicht länger ignorieren.
Vereinfachungen für Länder mit nachhaltiger Forstwirtschaft sind der
einzig logische nächste Schritt “ , betont Konrad Mylius, Präsident
der Land&Forst Betriebe Österreich.

Bereits im Rat hatten zahlreiche Agrarminister, darunter auch
Österreichs Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, eine
praxistauglichere Umsetzung der EUDR eingefordert. Die Land&Forst
Betriebe Österreich sehen sich in ihrer Kritik bestätigt und fordern
nun eine grundlegende Überarbeitung der Verordnung, um
Bürokratieabbau, Praxistauglichkeit und Glaubwürdigkeit
sicherzustellen.