EU-Bearbeitungsgebühr für Drittstaaten-Pakete: Handelsverband begrüßt Einführung ab 1. November und fordert straffen Vollzug

Wien (OTS) – Der Handelsverband bewertet die gestrige Einigung des
EU-Parlaments
und der EU-Länder hinsichtlich der Einführung einer
Bearbeitungsgebühr für Online-Bestellungen aus Drittstaaten ab 1.
November als längst überfälliges Signal für fairere
Wettbewerbsbedingungen im europäischen Handel.

Zwtl.: 10.000 Fernost-Pakete gelangen pro Minute in die EU

„Brüssel reagiert auf die massiven Wettbewerbsverzerrungen ,
unter denen europäische Händler seit Jahren leiden, mit einer
Bearbeitungsgebühr für Drittstaaten-Pakete . Damit zeigt der
jahrelange Einsatz des Handelsverbands für ein Level Playing Field im
E-Commerce endlich Wirkung“ , so Rainer Will , Geschäftsführer des
freien, überparteilichen Handelsverbands, in einer ersten
Stellungnahme. „Die Höhe der Gebühr muss noch von der Kommission
festgelegt werden. Sie sollte so hoch wie möglich und mit den WTO-
Kriterien vereinbar sein. Die Zeit drängt, im Vorjahr stieg die Zahl
der Fernost-Kleinpakete in der EU auf 5,8 Milliarden Pakete . Das
sind mehr als 10.000 Pakete pro Minute .“

Der Handelsverband hatte sich sowohl auf nationaler Ebene als
auch in Brüssel über die europäische Dachorganisation Ecommerce
Europe , wo Rainer Will Mitglied im Board of Directors ist, für die
neue Bearbeitungsgebühr für Fernost-Pakete stark gemacht.

„ Ramschprodukte aus Fernost , die unter Umgehung von Umwelt-,
Sicherheits- und Sozialstandards in die EU gelangen, gefährden
unseren Markt, unser Gesundheitssystem und hunderttausende
Arbeitsplätze in der EU. Unsere Botschaft ist klar: Wer am
Binnenmarkt teilnimmt, muss sich auch an europäische Regeln halten“,
ergänzt Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch .

Zwtl.: HV fordert lückenlosen Vollzug, digitale Kontrollprozesse &
Sanktionsmöglichkeiten

„Entscheidend ist jetzt ein lückenloser Vollzug sowie wirksame
digitale Kontrollprozesse und Sanktionsmöglichkeiten bei einer
Nichteinhaltung der Regeln. Unser Ziel ist kein Protektionismus,
sondern Chancengleichheit. Wenn für alle dieselben Regeln gelten –
egal ob für Händler aus Shenzhen oder Salzburg – profitieren
letztlich auch die Konsumentinnen und Konsumenten“ , so
Handelssprecher Rainer Will abschließend.

Mehr Infos dazu finden Sie im HV-Dossier „E-Commerce“ HIER