Wien (OTS) – An der Universitätsklinik für Neurochirurgie von AKH
Wien und MedUni
Wien wurde erstmals eine roboterassistierte Implantation von
Tiefenelektroden zur invasiven Epilepsiediagnostik durchgeführt.
Dabei wurde die hochpräzise Roboterplattform Cirq®-System verwendet,
die neurochirurgische Eingriffe unterstützt. Die sogenannte
stereotaktische Tiefenelektroden-Implantation ist ein zentraler
Schritt bei der Abklärung therapieresistenter Epilepsien. Sie
ermöglicht es, die elektrische Aktivität des Gehirns direkt zu messen
und die epileptogenen Zonen millimetergenau zu lokalisieren. Bisher
wurden diese Eingriffe ausschließlich manuell durchgeführt. Die nun
erfolgte Anwendung des Cirq®-Systems erlaubt eine deutlich höhere
Präzision und Stabilität bei der Platzierung der Elektroden und kann
den Eingriff für Patient*innen schonender gestalten.
„Mit der Unterstützung des Cirq®-Roboters können wir die
Elektroden exakter platzieren, die Operationszeit verkürzen und
gleichzeitig die Sicherheit erhöhen“, erklärt Karl Rössler, Leiter
der Universitätsklinik für Neurochirurgie. „Das ist ein wichtiger
Fortschritt in der Diagnostik schwer behandelbarer Epilepsien.“
Die erfolgreiche Implantation bei einem 21-jährigen Wiener
markiert einen weiteren Meilenstein für AKH Wien und MedUni Wien als
führendes Zentrum für moderne neurochirurgische Verfahren in
Österreich. In den kommenden Monaten sollen weitere Patient*innen von
der neuen Technologie profitieren.
„Wir sind stolz, dass wir mit diesem Verfahren eine neue Ära in
der Epilepsiediagnostik einläuten können“, betont Ekaterina Pataraia,
Leiterin der Epilepsiediagnostik der Universitätsklinik für
Neurologie. „Der Einsatz modernster Robotik stärkt die Rolle der
MedUni Wien und des AKH Wien als Innovationsmotor in der klinischen
Forschung und der Patient*innenversorgung.“