Erfolgsbilanz: Österreicher:innen sammeln deutlich mehr Kunststoff- und Metallverpackungen

Wien (OTS) – Wien, am 7. Juli 2026. Aktuelle Daten, die der
Initiative ÖSTERREICH
SAMMELT vorliegen, belegen: Die Sammlung von Kunststoff- und
Metallverpackungen in der Gelben Tonne und im Gelben Sack hat
deutlich zugelegt. 2025 wurden bundesweit um sieben Prozent mehr
Verpackungen gesammelt als im Jahr davor. Die Sammelmengen stiegen in
allen Bundesländern. Die neuen Zahlen zeigen, dass die
Vereinheitlichung der Sammelregeln gut ankommt und die erhofften
positiven Effekte mit sich bringt.

Der positive Trend ist in ganz Österreich erkennbar: In allen
neun Bundesländern wurden 2025 mehr Kunststoff- und
Metallverpackungen in der Gelben Tonne und im Gelben Sack gesammelt
als im Jahr davor. Die Steigerungen fallen je nach regionaler
Ausgangslage unterschiedlich aus und reichen von vier bis 14 Prozent.
Besonders deutlich fiel das Plus in Wien mit 14 Prozent, in Tirol mit
zehn Prozent und Vorarlberg mit acht Prozent aus. Niederösterreich
und Oberösterreich (je sieben Prozent), Salzburg und Burgenland (je
fünf Prozent), sowie die Steiermark und Kärnten (je vier Prozent)
verzeichneten ebenfalls Zuwächse. Bei Verpackungen aus Papier und
Karton sowie Glas bleiben die Sammelmengen bundesweit auf hohem
Niveau.

Maßgeblich dazu beigetragen haben die Vereinheitlichung der
Verpackungssammlung, die Ausweitung der Sammlung direkt bei den
Haushalten, einfachere Sammelregeln und die begleitende
Informationsarbeit: Seit 2023 sammeln Wien, Kärnten,
Niederösterreich, Salzburg und Teile Oberösterreichs alle Leicht- und
Metallverpackungen gemeinsam im Gelben Sack bzw. in der Gelben Tonne.
2025 folgten das Burgenland, die Steiermark, Tirol, Vorarlberg sowie
die restlichen Teile Oberösterreichs. Damit wurde die Sammlung für
viele Menschen einfacher, verständlicher und alltagstauglicher. Dazu
trägt auch die laufende Bewusstseins- und Öffentlichkeitsarbeit von
ÖSTERREICH SAMMELT bei: Begleitend zur Vereinheitlichung der Sammlung
wurde etwa eine Informationsoffensive umgesetzt (die Kampagne „Die
Gelbe Formel”) sowie vereinfachte Trennanleitungen entwickelt, die
niederschwellig erklären, was in die Gelbe Tonne und in den Gelben
Sack gehört – und was nicht. Die Initiative, die von den Sammel- und
Verwertungssystemen getragen wird, arbeitet dabei eng mit der
kommunalen Abfallberatung zusammen und stellt Informationsmaterialien
für deren Beratungsarbeit bereit.

„Die aktuellen Zahlen sind ein starkes Signal: Die Menschen in
Österreich nehmen die vereinfachte Sammlung an und leisten damit Tag
für Tag einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz und
Kreislaufwirtschaft – zu Hause, in der Arbeit oder unterwegs. Das ist
nicht selbstverständlich, und dafür sagen wir herzlich ‚danke!‘“,
sagt Andreas Pertl, Geschäftsführer der
Verpackungskoordinierungsstelle VKS und Sprecher von ÖSTERREICH
SAMMELT. „Gleichzeitig müssen wir dranbleiben: Entscheidend ist nicht
nur, dass mehr gesammelt wird, sondern dass Verpackungen richtig
gesammelt werden. Denn die Qualität der Sammlung ist die Grundlage
für gutes Recycling.“

Zwtl.: Fehlwürfe reduzieren

So erfreulich die steigenden Sammelmengen sind: Der
gleichbleibende Anteil an Fehlwürfen zeigt, dass es weiterhin
Potenzial gibt. Österreichweit liegen die Fehlwürfe derzeit bei rund
15 Prozent. Das bedeutet, dass rund ein Sechstel der Abfälle in der
Gelben Tonne und im Gelben Sack dort nicht hineingehört. Umso
wichtiger bleibt es daher, Kunststoff- und Metallverpackungen richtig
zu sammeln und Restmüll, Elektrogeräte, Batterien oder andere Abfälle
aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack herauszuhalten. Denn
Fehlwürfe erschweren die Sortierung und damit auch das Recycling.

„Es ist wissenschaftlich abgesichert, dass die getrennte Sammlung
durch Bürger:innen zu besserer Qualität führt. Der Mensch ist die
erste Sortiermaschine und die nachfolgenden Sortieranlagen verbessern
das Ergebnis. Am Ende wird dadurch das Recycling deutlich
effizienter“, sagt Professor Roland Pomberger, Lehrstuhlleiter für
Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität
Leoben.

Genau deshalb ist richtiges Sammeln so wichtig: Verpackungen sind
wertvolle Rohstoffe, die nicht im Restmüll entsorgt, sondern
verwertet werden sollten. Das gilt für Verpackungen aus Kunststoff
und Metall genauso wie für Verpackungen aus Glas, Papier und Karton.
Nur wenn diese richtig gesammelt werden, können sie sortiert,
recycelt und wieder als Ausgangsmaterial für neue Produkte genutzt
werden.

„Jede richtig gesammelte Verpackung hilft, Ressourcen zu schonen
und Kreislaufwirtschaft möglich zu machen. Die steigenden
Sammelmengen zeigen: Viele Menschen in Österreich leisten diesen
Beitrag bereits im Alltag – jetzt geht es darum, diesen Weg
konsequent weiterzugehen“, sagt Pertl.

Zwtl.: Hinweis für Medien:

Grundlage der Auswertung sind Sortieranalysen im Auftrag der
Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen. Andreas Pertl ,
Sprecher ÖSTERREICH SAMMELT und Geschäftsführer der
Verpackungskoordinierungsstelle (VKS), steht für Interviews zur
Verfügung.

Zwtl.: Überblick: Die Sammelmengen 2025 im Vergleich zu 2024

Bundesweit stiegen die Sammelmengen von Kunststoff- und
Metallverpackungen in der Gelben Tonne und dem Gelben Sack um 7
Prozent. Die Fehlwürfe liegen österreichweit bei rund 15 Prozent.

Österreich + 7 %
Wien + 14%
Tirol + 10 %
Vorarlberg + 8 %
Niederösterreich + 7 %
Oberösterreich + 7 %
Burgenland + 5 %
Salzburg + 5 %
Steiermark + 4 %
Kärnten + 4 %

Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf Leicht- und
Metallverpackungen, die über die Gelbe Tonne, den Gelben Sack sowie
Recyclinghöfe gesammelt wurden. Pfandmengen wurden herausgerechnet.

Zwtl.: Über ÖSTERREICH SAMMELT

Die Initiative ÖSTERREICH SAMMELT informiert über alle Themen
rund um das Vermeiden, getrennte Sammeln und Recyceln von
Verpackungen und schafft Bewusstsein, um das achtlose Wegwerfen von
Abfällen in unserer Umwelt zu verhindern. Organisatorin von
ÖSTERREICH SAMMELT ist die Verpackungskoordinierungsstelle
gemeinnützige Gesellschaft mbH (kurz VKS).

Träger der Initiative sind die Sammel- und Verwertungssysteme für
Verpackungen:

– ARA – Altstoff Recycling Austria AG

– Austria Glas Recycling GmbH

– Bonus Holsystem für Verpackungen GmbH & Co. KG

– European Recycling Platform (ERP) Austria GmbH

– Interzero Circular Solutions Europe GmbH

– Reclay Systems GmbH