Wien (OTS) – Im Sommer startete in Wien die erste Auszeit WG
Österreichs. Damit
wurde die Möglichkeit geschaffen, strafunmündige Intensivtäter*innen
anzuhalten. Dazu Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Bettina
Emmerling: „Durch die Auszeit-WG schützen wir Bevölkerung vor
jugendlichen Intensivtäter*innen und durchbrechen Gewaltspiralen.
Wien ist hier Vorreiterin und ich befürworte die Ankündigung, dass
diese Maßnahme nun österreichweit forciert werden soll. Umso
wichtiger ist es endlich Klarheit zu schaffen und zu handeln! Ich
fordere das Herauslösen der Kinder- und Jugendhilfe aus dem
Heimaufenthaltsgesetz.“ Derzeit ist das Heimaufenthaltsgesetz die
gesetzliche Grundlage, welches Voraussetzungen für eine Anhaltung
verlangt: Diagnose über das Vorliegen einer psychischen Krankheit,
erhebliche Selbst- und/oder Fremdgefährdung und andere mögliche
pädagogische Maßnahmen müssen bereits ausgeschöpft sein.
„Das Justizministerium ist dringend gefordert endlich eine neue
bundesgesetzliche Regelung zu schaffen, die eine rasche und
unkomplizierte Anhaltung von Intensivtäter*innen in ganz Österreich
gewährleistet. Dass sich seit über einem Jahr eine Arbeitsgruppe im
Justizministerium mit dieser Frage beschäftigt, ist komplett
unverständlich“, so Emmerling.