Einreichphase für Erich-Sokol-Preis startet

Krems (OTS) – Von 01. Juni bis 31. Dezember 2026 sind Künstler:innen
weltweit dazu
eingeladen, ihr Portfolio an Karikaturen und satirischer Grafik für
den SOKOL – Preis für digitale Karikatur, kritische Zeichenkunst und
Satire einzureichen. Der Preis wird seit 2018 in einem 5-Jahres-
Rhythmus vom Land Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem
Karikaturmuseum Krems vergeben. Ein neuer Schwerpunkt liegt auf
Arbeiten, die sich kritisch mit Künstlicher Intelligenz
auseinandersetzen. Die Auszeichnung der Preisträger:innen erfolgt im
Rahmen einer Gala im Juli 2027. Ab dem Zeitpunkt sind die prämierten
Werke im Karikaturmuseum Krems bis Juli 2028 zu sehen. Die Schau
versteht sich als Bestandsaufnahme gegenwärtiger karikaturistischer
Strategien im Spannungsfeld von Digitalisierung, Öffentlichkeit und
Satire.

Mit dem SOKOL wird der Namensgeber des Preises, Erich Sokol – ein
Künstler, der international für seine innovative und
zukunftsorientierte Haltung bekannt war –, geehrt. Unter der
Schirmherrschaft von Annemarie Sokol, Witwe und Nachlassverwalterin
von Erich Sokol, wählt eine international besetzte Jury die
Preisträger:innen aus. Die Jury setzt sich aus Künstler:innen,
Medienexpert:innen und Vertreter:innen der Abteilung Kunst und Kultur
des Landes Niederösterreich sowie des Karikaturmuseum Krems zusammen.

„ Mit der dritten Vergabe hat sich der Erich-Sokol-Preis bereits
erfolgreich etabliert und unterstreicht seine internationale
Positionierung. Wir freuen uns wieder auf zahlreiche traditionell
oder digital gezeichnete Einreichungen aus allen Kontinenten.
Erstmals setzen wir dabei einen besonderen Fokus auf die kritische
Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz und der Reflexion
ihrer Prozesse “, führt Direktor Gottfried Gusenbauer vom
Karikaturmuseum Krems aus.

„ Wo Algorithmen glätten, darf Karikatur zuspitzen. Gerade im Umgang
mit Künstlicher Intelligenz zeigt sich, wie relevant kritische
Zeichenkunst heute ist – als Kommentar, als Widerspruch und als
präzise Form der Pointierung “, so Kuratorin Anna Steinmair vom
Karikaturmuseum Krems.

Der SOKOL – Preis für digitale Karikatur, kritische Zeichenkunst und
Satire wird in vier Kategorien und in einer Gesamtsumme von über Ꞓ
30.000 vergeben: der SOKOL-Würdigungspreis für das Lebenswerk oder
besondere Leistungen (Ꞓ 11.000), der SOKOL-Hauptpreis für digitale
Karikatur (Ꞓ 11.000), der SOKOL-Förderpreis (Ꞓ 4.000) und zwei AIR –
ARTIST IN RESIDENCE Niederösterreich Stipendien.

Die Ausschreibung im Detail: www.kunstmeile.at/sokol-preis

Zwtl.: Über den Erich-Sokol-Preis

Der Namensgeber Erich Sokol gilt in der Karikatur und Satire,
aber auch in seiner Königsdisziplin, der Portrait-Karikatur, als
Wegbereiter einer neuen österreichischen Schule. Bereits als junger
Mensch galt der Künstler als Visionär und Vorbild für jüngere
Generationen. Seine jahrzehntelange Karriere als Zeichner für das
Magazin Playboy begann während eines Studienaufenthalts in den USA
1957. Bekannt ist der ehemalige Art-Director des ORF gleichermaßen
für die „ÖVP-Tant“ in der Arbeiter-Zeitung, das Senderlogo des ORF,
das sogenannte ORF-Auge, und die Bruno Kreisky-Karikaturen. Legendär
sind seine Cover für das österreichische Theater- und Kulturmagazin
Die Bühne (seit 1982 Bühne). 1971 wurde ihm die Goldene Kamera
verliehen. Das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien erhielt Sokol 1982
und den Nestroy-Ring 1986. Für die Kronen Zeitung schuf der Künstler
zahlreiche Titelblätter. Weitere Arbeiten von Erich Sokol erschienen
unter anderem in der Presse, der Süddeutschen Zeitung und im Profil.

Der SOKOL – Preis für digitale Karikatur, kritische Zeichenkunst und
Satire spiegelt die großartigen Leistungen dieses Künstlers wider und
weist auf seine medial verschränkte sowie moderne Arbeitsmethode hin.
Mit dem Preis werden das Werk und der Name Erich Sokol international
transportiert.

Die breitenwirksame Veröffentlichung von kritischer Zeichnung gilt
nicht als selbstverständlich. Deshalb ist es wichtig, einen Beitrag
zu leisten. Das Land Niederösterreich und das Karikaturmuseum Krems
setzen mit dem SOKOL-Preis ein international relevantes Zeichen. Die
Partner fördern den Umgang mit zukunftsweisenden Medien, so der
digitalen Karikatur, und den kritischen Diskurs mit der Künstlichen
Intelligenz. Über die Auszeichnung hinaus versteht sich der SOKOL-
Preis als Teil eines internationalen Netzwerks, das künstlerischen
Austausch lebendig macht und Kunst als gesellschaftlich wirksame
Praxis sichtbar werden lässt. Er stärkt den Dialog und fördert
nachhaltige Beziehungen zwischen Künstler:innen und Institutionen
über nationale Grenzen hinweg.

Zwtl.: Gewinner:innen 2018 und 2023

Der Erich-Sokol-Preis wurde erstmals 2018 an Sebastian Krüger (
Deutschland, SOKOL-Würdigungspreis für besondere Leistungen), Thomas
Fluharty (USA, SOKOL-Hauptpreis), Nadia Khiari (Tunesien, SOKOL-
Förderpreis), Frank Hoppmann (Deutschland, AIR – ARTIST IN RESIDENCE
Niederösterreich Stipendium) und Ramize Erer (Türkei, AIR – ARTIST IN
RESIDENCE Niederösterreich Stipendium) verliehen.

Gerald Scarfe (Großbritannien, SOKOL-Würdigungspreis für das
Lebenswerk), Florian Satzinger (Österreich, SOKOL-Hauptpreis), Liz
Montague (USA, SOKOL-Förderpreis), das Künstlerinnen-Duo EtchingRoom1
(Ukraine, AIR – ARTIST IN RESIDENCE Niederösterreich Stipendium) und
Ghita Ait Bensalah (Marokko, AIR – ARTIST IN RESIDENCE
Niederösterreich Stipendium) gingen als Preisträger:innen des Erich-
Sokol-Preises 2023 hervor.

Pressebilder finden Sie hier:
https://celum.noeku.at/pinaccess/showpin.do?pinCode=sokol-preis
Das Curriculum Vitae von Erich Sokol steht Ihnen unter diesem Link
zur Verfügung: www.kunstmeile.at/presse

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at