Wien (OTS) – Am 10. Oktober ist der Welttag der psychischen
Gesundheit und die
Stadt Wien macht deutlich, dass psychische Erkrankungen bei Kindern
und Jugendlichen genauso ernst genommen werden müssen wie
körperliche. Pandemie, Krisen und Kriege haben die Belastungen massiv
verstärkt, deshalb steht das Thema in Wien das ganze Jahr über im
Mittelpunkt.
„Eine gebrochene Seele gehört genauso behandelt wie ein gebrochener
Arm. Kein Kind darf mit seinen Ängsten, Sorgen und Anliegen allein
gelassen werden. Wir müssen psychische Erkrankungen enttabuisieren
und jede Hilfe so niederschwellig wie möglich machen,“ betont
Bildungsstadträtin und Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling.
Neben der Unterstützung für Kinder und Jugendliche, die bereits
in einer Krise stecken, setzt Wien auch stark auf Prävention. Mit den
Mental Health Days wird Wissen über psychische Gesundheit vermittelt,
Ängste werden abgebaut und Resilienz gestärkt. Kinder und Jugendliche
lernen den Unterschied zwischen Gefühlen wie Trauer oder Angst und
psychischen Erkrankungen kennen und erfahren, wo sie Hilfe bekommen
können. Die Workshops richten sich nicht nur an Schülerinnen und
Schüler, sondern auch an Pädagog*innen und Erziehungsberechtigte.
Wien setzt im neuen Schuljahr klare Schwerpunkte
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600 zusätzliche Workshops im Rahmen der Mental Health Days,
insgesamt 100 Tage an Wiener Mittelschulen
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Kostenlose Angebote zur psychischen Gesundheit über die Wiener
Bildungschancen für Wiens Schulen
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Neue Anti Mobbing Broschüre als praxisnahes Werkzeug für Schulen
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Laufende Aufstockung von Schulsozialarbeit und Schulpsychologie
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School Nurses
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Multiprofessionelle Teams aus Psycholog*innen, Sozialarbeiter*
innen und Sozialpädagog*innen, die je drei bis vier Schulen begleiten
und damit frühe Intervention ermöglichen
Wichtige Maßnahmen der Bundesregierung wie die Verdoppelung der
Planstellen in der Schulpsychologie, die Einführung von
Schulsozialarbeit an Bundesschulen und die Erweiterung von
Präventionsprogrammen mit dem Schwerpunkt Mental Health verstärken
die Wiener Bemühungen. Wien und Bund arbeiten Hand in Hand, damit
psychische Gesundheit genauso ernst genommen wird wie körperliche und
jedes Kind die Chance auf einen sicheren und unterstützenden
Bildungsweg erhält.