Ehrenzeichen-Überreichung im NÖ Landhaus

St. Pölten (OTS) – „Bei uns in Niederösterreich ist es eine gute und
vor allem auch
liebgewonnene Tradition, für besondere Leistungen Danke zu sagen“,
sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der heutigen
Ehrenzeichen-Überreichung im Landtagssitzungssaal in St. Pölten.
Insgesamt wurden 44 Ehrenzeichen übergeben: zwei Rettungsmedaillen
des Bundeslandes Niederösterreich, 32 Ehrenzeichen für Verdienste um
das Bundesland Niederösterreich, eine Ehrenmedaille des Landes
Niederösterreich, sechs Berufstitel, ein Ehrenzeichen für Verdienste
um die Republik Österreich und zwei Bundes-Ehrenzeichen.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bezeichnete die Ehrenzeichen
-Überreichungen als „wunderbare Tradition“. Diese seien gleichzeitig
aber auch ein guter Anlass daran zu erinnern, in einem guten und
wundervollen Land zu leben. „Niederösterreich ist ein starkes,
sicheres und vor allem auch wohlhabendes Land“, führte Mikl-Leitner
aus, dass Österreich den 17. Platz unter den reichsten Ländern der
Welt belege, Niederösterreich im Vergleich der Bundesländer auf Platz
eins bei der Kaufkraft liege, eines der besten Gesundheitssysteme der
Welt habe und ein soziales Netz, das jene auffange, die Hilfe
brauchen.

„Es waren die Generationen vor uns und die Leistungsträgerinnen
und Leistungsträger von heute, die Niederösterreich zu dem gemacht
haben, was es heute ist: nämlich eine der lebenswertesten und
liebenswertesten Regionen in ganz Europa“, sagte die Landeshauptfrau
weiters: „Es liegt jetzt an uns, diese Erfolgsgeschichte
weiterzuschreiben und die Weichen zu stellen in dieser so
herausfordernden Welt. Und dazu brauchen wir Menschen mit Fleiß und
Engagement.“

Mikl-Leitner betonte auch die „Verpflichtung der Politik“, „unser
Niederösterreich in eine gute Zukunft zu führen“. Sie sprach die
vielen Herausforderungen, wie Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten
und die unsichere Wirtschaftslage an und führte aus, dass man sich in
Niederösterreich der Verantwortung stelle und in Struktur und System
einspare. In diesem Zusammenhang betonte die Landeshauptfrau die
Aufgabenreform in der Landesverwaltung, um effizienter zu werden. In
wenigen Wochen werde hier im Landtag das „NÖ Deregulierungsgesetz“
beschlossen, mit dem man 33 Landesgesetze massiv entrümple und drei
Gesetze ersatzlos streiche.

Nicht sparen werde man allerdings in den beiden Bereichen
Gesundheit und Kinderbetreuung. „Wir brauchen eine neue
Gesundheitsstruktur, die auch dann greift, wenn uns die
demographische Entwicklung mit voller Wucht trifft“, führte Mikl-
Leitner aus, dass man gemeinsam mit Expertinnen und Experten den
Gesundheitsplan 2040+ entwickelt habe, der flächendeckend die beste
Gesundheitsversorgung sicherstellen solle. Als „Mammut-Projekt, das
unsere Gemeinden finanziell und organisatorisch fordert“, bezeichnete
die Landeshauptfrau die größte angelegte Kindergarten- und
Kinderbetreuungsoffensive, betonte aber gleichzeitig, dass diese
notwendig sei, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
sicherzustellen und die Standortqualität im ländlichen Raum zu
verbessern. Außerdem hob Mikl-Leitner auch die „Mission Nobelpreis“
hervor, bei der es vor allem darum gehe, Spitzenleistung und kluge
Köpfe zu fördern. Das gemeinsame Ziel all dieser Projekte und
Maßnahmen sei: „die beste Zukunft für unsere Kinder“. Um das zu
erreichen, brauche man „Menschen, die in ihrem Bereich, in ihrem
Beruf und in ihren Funktionen mehr tun als ihre Pflicht“, sagte die
Landeshauptfrau zu den Leistungsträgerinnen und Leistungsträgern
„Danke“ und schloss gleichzeitig auch die Bitte an, sich weiterhin
einzubringen: „Wir brauchen Ihren Einsatz, Ihre Erfahrung, Ihr
Wissen!“

Im Namen aller Ausgezeichneten bedankte sich der Jurist,
Diplomat, Kunstmanager und Publizist DDr. Christoph Thun-Hohenstein
für die Auszeichnung und sagte, dass die Ausgezeichneten mit ihren
Leistungen „Vorbild und Ansporn für viele andere“ seien.
Niederösterreich sei ein „vorbildliches Bundesland in vielerlei
Hinsicht“, betonte Thun-Hohenstein, dass Niederösterreich Naturland,
Kulturland und Zukunftsland sei. Die Zukunft gehöre jenen, die
versuchen diese drei Dimensionen in Harmonie zu bringen, führte Thun-
Hohenstein weiters aus, dass die Generationen enorm viel voneinander
lernen könnten.