Ehrenamt benötigt Strukturen, keine Pauschalverdächtigungen

Zwtl.: Wer Engagement will, muss Strukturen stärken

Als Zentrum für Zivilgesellschaft begleitet, qualifiziert und
vernetzt der Verein füruns österreichweit Menschen und
Organisationen, die sich freiwillig engagieren oder freiwilliges
Engagement ermöglichen. Dabei zeigt sich täglich, wie wichtig
verlässliche Strukturen für nachhaltiges Engagement sind.

“Wer freiwilliges Engagement stärken möchte, muss auch jene
Strukturen stärken, die dieses Engagement ermöglichen. Viele Formen
freiwilligen Engagements sind auf gemeinnützige Organisationen
angewiesen, die Menschen begleiten, koordinieren, qualifizieren und
unterstützen”, sagt Petra Pongratz, Geschäftsführerin des Zentrums
für Zivilgesellschaft – Verein füruns. „Transparenz und Kontrolle bei
öffentlichen Förderungen sind selbstverständlich wichtig.
Problematisch wird es jedoch, wenn daraus pauschales Misstrauen
gegenüber der organisierten Zivilgesellschaft entsteht. Damit werden
auch jene Menschen getroffen, die sich tagtäglich freiwillig für
andere engagieren.

Zwtl.: Kürzen heißt verlagern, nicht sparen

Würde der Staat die Leistungen der NGOs selbst übernehmen, lägen
die Kosten deutlich höher. “ Zivilgesellschaft ist kein Kostenfaktor,
sondern das Fundament einer funktionierenden Demokratie. Freiwillige
in Österreich leisten 470 Millionen Stunden pro Jahr – das ist laut
NPO-Satellitenkonto des Sozialministeriums eine Wertschöpfung von bis
zu 10,1 Milliarden Euro. Kürzungen sparen kein Geld, sie zerstören
gewachsene Strukturen „, sagt Andrea Mayrwöger, Stv.
Geschäftsführerin des Zentrums für Zivilgesellschaft – Verein füruns.