Wien (OTS) – Die bisherige interimistische Leiterin der Flugpolizei,
Ulrike
Hutsteiner, wurde mit 1. September 2026 offiziell zur
Abteilungsleiterin bestellt. Der Generaldirektor für die öffentliche
Sicherheit, Franz Ruf, überreichte ihr das Bestellungsdekret. „Ulrike
Hutsteiner kennt die Flugpolizei aus vielen unterschiedlichen
Perspektiven – vom operativen Einsatz als Hubschrauberpilotin bis hin
zur Führung der Abteilung. Diese Erfahrung und ihr persönlicher
Einsatz sind eine starke Grundlage für ihre Aufgabe an der Spitze der
Flugpolizei. Ich gratuliere ihr herzlich zur offiziellen Bestellung“,
sagte Generaldirektor Franz Ruf.
„Mit Ulrike Hutsteiner übernimmt eine erfahrene Polizistin und
Luftfahrtexpertin die Leitung der Flugpolizei. Denn sie verfügt nicht
nur über jahrelange Führungserfahrung, sondern war auch selbst
Polizei-Hubschrauberpilotin. Die Flugpolizei leistet einen
unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in Österreich – bei Fahndungen
und Rettungseinsätzen genauso wie bei Katastrophen und
Großveranstaltungen. Ich bin überzeugt, dass Ulrike Hutsteiner die
Flugpolizei mit hoher Professionalität leiten wird“, betonte
Innenminister Gerhard Karner.
Erste Einsatzpilotin des Innenministeriums
Hutsteiner begann ihre polizeiliche Laufbahn 1994 bei der
Sicherheitswache Wien und war nach Abschluss der Grundausbildung
mehrere Jahre im exekutiven Außendienst tätig. 2002 qualifizierte sie
sich für die Ausbildung zur Einsatzpilotin. Nach Abschluss der
Ausbildung zur Berufshubschrauberpilotin war sie als erste weibliche
Einsatzpilotin des Innenministeriums tätig. Nach 14 Jahren in dieser
Funktion wechselte sie nach Abschluss ihres Studiums an der
Universität Wien als wissenschaftliche Mitarbeiterin in die
Kriegsgräberfürsorge des Innenministeriums. 2021 kehrte Hutsteiner
zur Flugpolizei zurück, wo sie ab 2022 mit stellvertretenden
Leitungsfunktionen betraut war. Ab Mai 2023 übernahm sie die
vorläufige Leitung.
16 Hubschrauber im Einsatz – breites Einsatzspektrum
Die Flugpolizei verfügt derzeit über insgesamt 16 Hubschrauber an
sieben Flugeinsatzstellen. Eine zentrale Funktion nimmt der Standort
Wiener Neustadt mit dem dazugehörigen Wartungsbetrieb für die
Hubschrauberflotte ein.
Das Einsatzspektrum reicht von sicherheits-, kriminal- und
verkehrspolizeilichen Einsätzen bis zur Unterstützung bei
Großveranstaltungen, Demonstrationen, Katastrophen und besonderen
Einsatzlagen. Wie wichtig die Unterstützung aus der Luft ist, zeigt
sich bei zahlreichen Großeinsätzen, etwa beim Hochwasser im
Tullnerfeld oder bei unterstützenden Maßnahmen bei der
Brandbekämpfung wie zuletzt in der Lobau oder im Föhrenwald. Auch bei
Sicherheitsmaßnahmen rund um Großveranstaltungen und bei
Spezialeinsätzen im Zusammenwirken mit dem Einsatzkommando Cobra sind
Polizeihubschrauber im Einsatz. Gerade bei rasch wechselnden
Einsatzlagen verschafft die Sicht aus der Luft den Einsatzleitungen
einen wichtigen Überblick und erleichtert die Koordination der Kräfte
am Boden.
Hohe Ausbildungsanforderungen
Die Aufgaben der Abteilung Flugpolizei, die in der Direktion für
Sondereinheiten (DSE) eingegliedert ist, reichen von der Beschaffung
über die technische Betreuung bis hin zur Instandhaltung der
Luftfahrzeuge. Die Anforderungen in allen Bereichen der Flugpolizei
sind hoch. Die europäischen Luftfahrtvorgaben der EASA (European
Union Aviation Safety Agency) stellen klare Anforderungen an
Ausbildung, Technik und Qualitätssicherung. In der abteilungsinternen
Flugschule werden Exekutivbedienstete zu Polizeipilotinnen und
Polizeipiloten ausgebildet und auf die vielseitigen
Einsatzanforderungen vorbereitet.
Auch Drohnenflotte ausgebaut – wichtiges polizeiliches Instrument
Parallel dazu wurde in den vergangenen Jahren auch die
polizeiliche Drohnenflotte – sogenannte Unmanned Aircraft Systems (
UAS) – ausgebaut und stellt eine wichtige Ergänzung im polizeilichen
Alltag dar. Bundesweit werden Grundausbildungs- und Fortbildungskurse
durchgeführt, bei denen qualifizierte UAS-Operatorinnen und –
Operatoren ausgebildet und österreichweit einheitliche
Qualitätsstandards sichergestellt werden.
Damit verbindet die Flugpolizei jahrzehntelange Erfahrung in der
bemannten Luftfahrt mit den Möglichkeiten moderner UAS-Technologie.
Ziel ist eine moderne, vernetzte und flexibel einsetzbare
polizeiliche Luftunterstützung, bei der Drohnen und Hubschrauber ihre
jeweiligen Stärken ergänzen und gemeinsam zur effizienten
Einsatzbewältigung beitragen.