Wien (OTS) – Gemeinderätin Judith Edelmann, Kultursprecherin der
Wiener
Volkspartei, kritisiert die angekündigten Kürzungen im Wiener
Kulturbudget scharf. „7,6 Prozent weniger für die Kultur sind kein
,blaues Auge’, sondern ein ernsthafter Eingriff in ein für die
Allgemeinheit wichtiges Gut“, so Edelmann. „Kunst und Kultur sind
Gemeinwohlgüter. Damit hat die SPÖ-Neos-Stadtregierung den Auftrag,
diese Güter zu erhalten und für alle zugänglich zu machen – nicht sie
zu gefährden.“
Edelmann betont die Verantwortung der SPÖ-Neos-Stadtregierung,
Kultur für die Allgemeinheit nutzbar zu halten. „Kunst muss für die
Bevölkerung zugänglich sein. Wo öffentliche Förderungen allein nicht
reichen, wäre zu überlegen, ob man – wie im anglo-amerikanischen Raum
– private Förderer und Unternehmen gewinnen kann, die ebenfalls einen
Beitrag leisten. Nur so können Gemeinwohlgüter langfristig gesichert
werden.“
Die Wiener Volkspartei spricht sich zudem für eine flexiblere
Nutzung bestehender Ressourcen aus. Edelmann verweist auf die Met in
New York: „Die Met lebt ausschließlich von privaten Sponsoren und
kann Produktionen flexibel anpassen. Auch für Wien wäre ein solches
Modell denkbar, wie die Wiener Staatsoper als Ensemblebetrieb zeigt.
Damit könnten für die Stadt Wien eigenen Bühnen
Auslastungsschwankungen abgefedert werden, ohne dass das kulturelle
Angebot leidet.“
Darüber hinaus fordert Edelmann, Doppelförderungen stärker zu
kontrollieren und zu hinterfragen: „Es gibt Projekte und Vereine, die
für ein und dieselbe Veranstaltung aus mehreren Fördertöpfen Geld
erhalten. Das muss verhindert werden. Es darf nicht zu einer
Überförderung kommen, die andere wichtige Einrichtungen
benachteiligt.“
Edelmann kritisiert auch die Prioritätensetzung der SPÖ-Neos-
Stadtregierung: „Die Streichung der Förderung für das
Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker ist besonders
problematisch. Der Werbewert und die Außenwirkung dieser
Veranstaltung sind enorm. Gleichzeitig werden jedoch Vereine wie jene
der Freunde des pornographischen Films weiter gefördert. Das ist aus
kulturpolitischer Sicht völlig unverständlich.“
Abschließend fordert Edelmann eine ausgewogene Kulturpolitik:
„Die SPÖ-Neos-Stadtregierung muss öffentliche Förderungen, private
Unterstützung und organisatorische Flexibilität miteinander
verbinden. Nur so können wir sicherstellen, dass Kultur langfristig
lebendig, zugänglich und entsprechend krisenresilient bleibt. Die SPÖ
-Neos-Kürzungen laufen genau in die entgegengesetzte Richtung.“