E-Control: Kaum Ausfälle und Störungen der Strom- und Gasversorgung in Österreich

Wien (OTS) – Die Österreicher:innen können sich auf ihre Strom- und
Gasversorgung
verlassen. Die Ergebnisse der aktuell veröffentlichten Ausfall- und
Störungsstatistiken Strom und Gas sind ausgesprochen positiv und
zeigen sehr gute Werte bei der Verfügbarkeit der Strom- und
Gasversorgung.

Die durchschnittliche Ausfallsdauer aufgrund ungeplanter
Stromausfälle lag im Jahr 2025 bei 16,62 Minuten, jene der
ungeplanten Gasausfälle lag bei 2,15 Minuten. Das sind sowohl bei
Strom als auch bei Gas niedrigere Werte als im Jahr davor, als es bei
Strom 23,41 Minuten ungeplante Unterbrechungen gegeben hat und bei
Gas 3,87 Minuten.

„Bei Strom sehen wir den besten Wert seit Beginn der
Aufzeichnungen im Jahr 2005. Das liegt vor allem daran, dass es im
Jahr 2025 kaum zu regional außergewöhnlichen Ereignissen gekommen
ist.“

Alfons Haber, E-Control

Die durchschnittliche Dauer ungeplanter Ausfälle sind im
Strombereich immer deutlich höher als bei Gas. Das ist vor allem
darauf zurückzuführen, dass unterirdisch verbaute Gasleitungen
weniger von externen Umwelteinflüssen betroffen sind als
Freileitungen bei Strom.

Grafik 1: Ungeplante kundenbezogene Nichtverfügbarkeit von Strom
2025 in Österreich in Minuten (Berechnung nach SAIDI)

Grafik 2: Ungeplante kundenbezogene Nichtverfügbarkeit von Gas
2025 in Österreich in Minuten (Berechnung nach SAIDI)

Zwtl.: Geplant oder ungeplant

In den Ausfall- und Störungsstatistiken werden sowohl geplante
als auch ungeplante Versorgungsunterbrechungen dargestellt. Bei
geplanten Unterbrechungen werden die Kund:innen im Vorhinein über
eine Abschaltung informiert, zum Beispiel aufgrund geplanter Arbeiten
im Versorgungsnetz. Ungeplante Versorgungsunterbrechungen treten in
Zusammenhang mit äußeren Einflüssen, Anlagenausfällen oder anderen
Störungen auf. Im Berichtsjahr 2025 wurden bei Strom in Österreich
insgesamt 14.869 Versorgungsunterbrechungen (nach 18.499 im Jahr 2024
), die länger als eine Sekunde gedauert haben, von den Netzbetreibern
gemeldet. Knapp 61 Prozent davon waren geplant und gut 39 Prozent
ungeplant. Bei Gas wurden in Summe 2.769 Versorgungsunterbrechungen
gemeldet (2024 3.157), davon waren rund 36 Prozent geplant und rund
64 Prozent ungeplant.

Zwtl.: Ungeplante Unterbrechungen können unterschiedliche Ursachen
haben

Bei Strom werden die ungeplanten Unterbrechungen nach fünf
Ursachen unterschieden. Dazu zählen atmosphärische Einwirkungen,
Fremdeinwirkung, netzbetreiberinterne Gründe sowie sogenannte
Rückwirkungsstörungen und regional außergewöhnliche Ereignisse. Zu
diesen zählen zum Beispiel extreme Naturereignisse wie Erdbeben oder
massive Überschwemmungen. 2025 hat sich gezeigt, dass Netzbetreiber-
interne Ursachen wie zum Beispiel Kabelschäden die häufigsten Gründe
für Stromunterbrechungen darstellten (mit mehr als 15 Prozent),
gefolgt von atmosphärischen Einwirkungen mit knapp 10 Prozent.

Im Gasbereich lagen rund 28 Prozent der gemeldeten
Versorgungsunterbrechungen außerhalbe des Verteilernetzes (zum
Beispiel eine defekte Gastherme in einer Kundenanlage) und rund 72
Prozent der Unterbrechungen mit Ursache im Verteilernetz.

„Ob geplante oder ungeplante Unterbrechung – der Netzbetreiber
ist bei allen Störungen im Netz immer erste Anlaufstelle für die
Kund:innen. Und diese haben auch das Recht, bei ihrem jeweiligen
Netzbetreiber genaue Zahlen und Details zur jeweiligen
Störungsstatistik abzufragen.“

Michael Strebl, Vorstand E-Control

Detaillierte Beschreibungen der Ausfallursachen, die Berechnung
der unterschiedlichen Kennzahlen und deren Bedeutung sind in den
aktuellen Ausfall- uns Störungsstatistiken Strom und Gas auf der
Homepage der E-Control zu finden:

www.e-control.at/ausfall-und-stoerungsstatistik

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at