Dringender Reformbedarf beim ORF: „Politik raus, Transparenz und Kompetenz rein!“

Wien (OTS) – NEOS Wien Mediensprecherin Maria In der Maur-Koenne
unterstützt die
heute startende Bundes-Initiative „ORF reformieren statt demolieren“
und fordert das Ende des politischen Postenschachers sowie
zeitgemäße, schlanke Strukturen.

Das größte Medienunternehmen des Landes steht an einem
Wendepunkt: Machtmissbrauch, parteipolitisch motivierte
Postenbesetzungen und ein Stiftungsrat, der seine Kontrollfunktion
seit einem Vierteljahrhundert im Sinne von Parteibüchern statt
Medienkompetenz ausübt, haben den ORF in die tiefste Krise seit
Jahrzehnten gestürzt.

„Es darf nicht länger Sinn und Zweck des ORF sein, als
verlängerter Arm politischer Machtzentralen zu agieren. Wir wollen
ein transparentes, kompetentes und unabhängiges Medienhaus. Ein Haus,
das den Bürgerinnen und Bürgern einen öffentlich-rechtlichen Mehrwert
für ihre Beiträge bietet“, betont In der Maur-Koenne.

Kritik übt die Wiener Mediensprecherin an der Governance-
Struktur. Auch wenn seit 2001 keine aktiven Politiker:innen mehr im
Stiftungsrat sitzen dürfen, ist die alte Parteilogik unverändert
geblieben. Sie werde heute lediglich geschickter kaschiert.

„In Wien haben wir mit dem Wiener Public Corporate Governance
Kodex ein Instrument geschaffen, mit dem öffentliche Unternehmen und
künftig auch Stiftungen professionell geführt und kontrolliert werden
können. Diesen Standard wollen wir auch beim ORF ansetzen. Weil das
Vertrauen gestärkt wird und man sich auf eine unabhängige
Berichterstattung verlassen kann“, so In der Maur-Koenne weiter.

Mit der gesetzlichen Verankerung eines transparenten und
diskriminierungsfreien Bestellungsverfahrens für die künftige ORF-
Generaldirektion haben wir als NEOS bereits den ersten wichtigen
Schritt gesetzt. Das war jedoch nur der Anfang. Ab Herbst muss der
umfassende Reformprozess starten, und die neu gewählte Führung muss
die Kraft aufbringen, diese Transformation radikal zu begleiten.

„Ich lade alle Wienerinnen und Wiener ein, unsere Initiative für
freie und unabhängige Medien mit ihrer Unterschrift zu unterstützen
“, schließt In der Maur-Koenne.