St.Pölten (OTS) – Am 8. Juni kommt es im Großteil der neun
niederösterreichischen
Justizanstalten und dem FTZ Göllersdorf zu
Dienststellenversammlungen.
In der Justizanstalt Stein an einem anderen Tag.
Grund dafür ist die zunehmend dramatische Situation in den Anstalten:
Die mehr als prekäre Personalsituation, der massive Überbelag sowie
die medizinische und psychiatrische Unterversorgung zwingen die
Bediensteten zu dieser Maßnahme.
Die Belastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat in den
vergangenen Monaten ein nicht mehr tragbares Ausmaß erreicht.
Überstunden, Personalmangel, fehlende Nachbesetzungen und die stetig
steigenden Anforderungen im Strafvollzug führen zu einer enormen
Überlastung der Bediensteten.
Besonders alarmierend ist auch die unzureichende psychiatrische und
medizinische Betreuung der Insassinnen und Insassen, wodurch sowohl
die Sicherheit als auch ein geordneter Dienstbetrieb zunehmend
gefährdet werden.
Die Bediensteten sehen sich seit langer Zeit mit strukturellen
Problemen konfrontiert, auf die bislang nicht ausreichend reagiert
wurde.
Bereits zuletzt wurde öffentlich auf den gravierenden Personalmangel
sowie die massive Unterbesetzung im Strafvollzug hingewiesen.
Mit den Dienststellenversammlungen setzen die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter nun ein deutliches Zeichen und fordern rasche sowie
nachhaltige Maßnahmen zur Entlastung des Personals, zur Verbesserung
der Arbeitsbedingungen und zur Sicherstellung einer ausreichenden
medizinischen und psychiatrischen Versorgung in den Justizanstalten.
Die Bediensteten betonen, dass es sowohl um den Schutz der Beamtinnen
und Beamten geht als auch um die Aufrechterhaltung eines
gesetzeskonform funktionierenden und sicheren Strafvollzugs in
Niederösterreich.