Wien (OTS) – Das Dokumentationsarchiv des österreichischen
Widerstandes begrüßt,
dass die Bundesregierung heute den offiziellen Startschuss für den
Nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus gegeben hat.
„Rechtsextremismus in ein vielschichtiges gesellschaftspolitisches
Problem“, sagt Andreas Kranebitter, Wissenschaftlicher Leiter des
DÖW. „Vielschichtige Probleme benötigen vielschichtige
Lösungsansätze. Das DÖW wurde eingeladen, im Wissenschaftlichen
Beirat mitzuwirken, und ist gerne bereit, seine Expertise für das
gemeinsame Anliegen des Kampfes gegen Rechtsextremismus auf allen
Ebenen einzubringen.“
Das DÖW beforscht den Rechtsextremismus seit mehr als 50 Jahren
wissenschaftlich, hat zuletzt im Auftrag von Innen- und
Justizministerium die Berichte „Rechtsextremismus in Österreich“ für
die Jahre 2020 bis 2024 verfasst und arbeitet seit Jahrzehnten mit
unterschiedlichsten Formaten in der Bildungs- und Präventionsarbeit.
„Es ist von großer Bedeutung, dass die Regierung die Entwicklungen,
die wir im Rechtsextremismusbericht aufzeigen, wahrnimmt und daraus
Schlüsse ziehen will. Dabei müssen wir auch von internationalen Best-
Practice-Modellen wie dem deutschen Aktionsplan lernen“, sagt
Kranebitter. „Daraus nehmen wir mit, dass man dem Problem nur mit
klarer Kante begegnen kann.“ Schließlich sei Rechtsextremismus die
quantitativ größte Bedrohung der Demokratie, wie Zahlen sowohl aus
dem DÖW als auch aus den jährlichen Verfassungsschutzberichten der
DSN klar zeigen.