Wien (OTS) – „Der Immobilienmarkt hat sich 2025 langsam wieder von
den Tiefen der
vergangenen Jahre erholt“, sagte Roman Oberndorfer, Obmann des
Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute, Dienstag, bei der
Präsentation des Immobilienpreisspiegels 2026. „Der
Immobilienpreisspiegel des Fachverbandes erscheint mittlerweile zum
37. Mal und ist für Unternehmen, den gesamten Immobiliensektor sowie
die interessierte Öffentlichkeit eine zuverlässige, faktenbasierte
Grundlage zur Preisbeobachtung am österreichischen Immobilienmarkt“,
so der Immobilienwirtschafts-Branchensprecher erfreut.
Zahl der Immobilienkäufe 2025 deutlich gestiegen, Wohnsegment im
Fokus
„2025 ist die Zahl der bundesweiten Immobilientransaktionen im
Vergleich zum Jahr davor um erfreuliche 8,98 Prozent auf 91.000
gestiegen“, führte Mario Zoidl, stellvertretender Obmann im
Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder sowie
Berufsgruppensprecher der österreichischen Immobilienmakler, aus.
„Besonders deutlich ist der Anstieg beim Erwerb von Wohnimmobilien:
Dieser beträgt satte 20,96 Prozent. Das ist für den Markt und unsere
Unternehmen ein durchweg erfreulicher Prozess.“ Lediglich beim Kauf
von Bauland gab es einen leichten Rückgang von 3,66 Prozent zu
verzeichnen.
Steigende Nachfrage nach Bestandsimmobilien
Mit einem Preisanstieg von rund 1,23 Prozent bei
Eigentumswohnungen im Erstbezug und einer Preissteigerung von 1,82
Prozent bei gebrauchten Immobilien bleiben bereits genutzte Gebäude –
auch Bestandsimmobilien genannt – mit einem durchschnittlichen Preis
von 2.278,72 Euro pro Quadratmeter weiterhin günstiger als Neubauten.
Diese erzielen derzeit einen Quadratmeterpreis von 3.602,97 Euro.
„Die Nachfrage nach Bestandsimmobilien wird größer, die Preise ziehen
an“, fasste Makler-Branchensprecher Mario Zoidl Detailergebnisse des
WKÖ-Immobilienpreisspiegels 2026 zusammen.
„Bei neuwertigen Mietwohnungen sind die Preise im Schnitt um 2,04
Prozent gestiegen. Wohnungen dieser Kategorie wurden bundesweit im
Durchschnitt um 9,49 Euro pro Quadratmeter vermietet“, so Roman
Oberndorfer, Obmann des Fachverbandes Immobilien, mit Ergebnissen aus
einer weiteren Kategorie des Immobilienpreisspiegels. Und er
konstatierte: „Wir befinden uns daher 2025 in einem durchweg gesunden
Immobilienmarkt, da Angebot und Nachfrage noch in einem ausgewogenen
Verhältnis stehen. Das zeigen die Zahlen sehr deutlich.“
Zinshausmarkt in Wien: Transaktionsvolumen übersteigt 2025 erneut
die Milliardengrenze
Der Wiener Zinshausmarkt hat mit 348 registrierten Transaktionen
im Jahr 2025 und damit einem Plus von 19 Prozent gegenüber 2024
wieder angezogen und das Transaktionsvolumen seit 2022 erstmals
wieder die Grenze von einer Milliarde Euro überschritten. „Der Wiener
Zinshausmarkt sendet mit dem Überschreiten der Milliardenschwelle ein
klares Erholungszeichen. Aber nicht nur das Volumen, sondern auch die
Anzahl der Transaktionen ist gestiegen. Das ist ein Signal, dass das
Vertrauen der Investoren wieder zunimmt“, so Eugen Otto,
Geschäftsführer von Otto Immobilien.
Der österreichische Immobilienmarkt 2025 – Experten-Fazit:
„Der Immobilienmarkt in Österreich hat sich im abgelaufenen Jahr
langsam erholt. Es zeigt sich deutlich, dass er sich gesund und
vernünftig entwickelt“, zogen Fachverbandsobmann Roman Oberndorfer
und sein Stellvertreter Mario Zoidl Fazit. „Steigende
Transaktionszahlen, moderat gestiegene Preise, verbunden mit
realistischen Preisvorstellungen auf Verkäuferseite und ebensolchen
Finanzierungsvorstellungen bei Käuferinnen und Käufern – das
Vertrauen in den Immobiliensektor ist sichtbar gewachsen. Die
Menschen bauen wieder auf Immobilien als stabile und sichere
Wertanlage und als Basis für den Vermögensaufbau.“
Immobilienwirtschaft fordert rasche Reformen
„Ohne rasche Reformen und Gegenmaßnahmen wie einen echten
Sanierungs- und Neubauturbo, der Reparatur der Wertsicherungsklausel
über Erleichterungen bei kostentreibenden Baunormen, Förderungs- und
Rechtssicherheit bis hin zu besseren rechtlichen Rahmenbedingungen,
kann sich die Situation am Markt jedoch rasch ins Gegenteil
verkehren“, warnten Oberndorfer und Zoidl. „Für eine beständige
Entwicklung am Markt braucht es dringend Maßnahmen, die Neubau und
Sanierungen erleichtern. Denn wir wissen, dass das Angebot die
Nachfrage nicht mehr lange decken kann. Dann sinkt das Angebot, die
Nachfrage steigt und die Preise schießen nach oben. Dem muss effektiv
entgegengewirkt werden.“
So kann der WKÖ-Immobilienpreisspiegel 2026 bezogen werden:
Der Immobilienpreisspiegel 2026 ist zum Preis von 59 (für WKO-
Mitglieder: 49) Euro zzgl. USt und Versandkosten beim Fachverband der
Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ), Wiedner Hauptstraße 57/2/2/5, 1040 Wien, erhältlich.
Bestellungen per E-Mail an [email protected] , telefonisch unter
05 90 900-5522 oder per Fax an 05 90 900-115522. (PWK115/JHR)