Potsdam (OTS) – Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
verleiht den
Freiheitspreis 2026 den mutigen Menschen im Iran, die für Freiheit,
Bürgerrechte und Demokratie kämpfen.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit verleiht den
Freiheitspreis 2026 am 7. November 2026 in der Frankfurter
Paulskirche an das Iranische Volk. Oppositionsführer Reza Pahlavi
wird die Auszeichnung treuhänderisch entgegennehmen. Bijan Djir-
Sarai, außenpolitischer Sprecher der FDP, wird die Laudatio halten.
Mit dem Freiheitspreis zeichnet die Friedrich-Naumann-Stiftung
für die Freiheit seit 2006 alle zwei Jahre herausragendes Engagement
aus, das entscheidende Impulse für die Entwicklung der liberalen
Bürgergesellschaft gibt und damit zur Festigung freiheitlicher Werte
und Ziele in der Welt beiträgt.
Steffen Saebisch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, erklärt
dazu: „Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zeichnet mit
dem Freiheitspreis bewusst das Iranische Volk und nicht eine einzelne
Person aus. Es gilt, den Freiheitswillen vieler Hunderttausender zu
ehren, die ihr Leben riskiert haben und weiter riskieren, um das
verbrecherische Mullah-Regime zu stürzen. Wir freuen uns, dass Reza
Pahlavi den Preis für das Iranische Volk treuhänderisch entgegennimmt
bis zu dem Tag, an dem der Preis den frei gewählten Repräsentanten
des Iran übergeben werden kann.“
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat Reza Pahlavi
gebeten, den Preis treuhänderisch für das Iranische Volk
entgegenzunehmen, da er die bekannteste Persönlichkeit der Iranischen
Opposition ist und sich für die Rückkehr zu Freiheit und Demokratie
im Iran einsetzt. Er spricht sich für keine bestimmte Regierungsform
aus, sondern betont immer wieder, dass die künftige politische
Ordnung des Irans vom Iranischen Volk entschieden werden, also
demokratisch legitimiert sein müsse. Nach Ansicht vieler ist er
momentan auch für viele Iraner (wahrscheinlich die Mehrheit) im Iran
die wichtigste politische Identifikationsfigur. Hinzu kommt: Reza
Pahlavi setzt sich für ein Ende der vom Iran geschürten Konflikte im
Nahen Osten, sowie für die Normalisierung der Beziehungen des Iran
mit seinen Nachbarländern und insbesondere für die Aussöhnung mit
Israel ein.
Die Auszeichnung gilt all jenen, die im Iran für ihre Rechte,
ihre Freiheit und eine offene und demokratische Gesellschaft
eintreten. Sie ist insbesondere denjenigen gewidmet, die im Kampf
gegen ein mörderisches Regime ihr Leben verloren haben, sowie all
jenen, die wegen ihres Einsatzes für Freiheit und Demokratie verfolgt
und inhaftiert werden.
Der Preis würdigt den Mut unzähliger Menschen, die Widerstand
leisten: Frauen, die für das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben
eintreten; Studentinnen und Studenten, die Freiheit des Denkens und
Lernens einfordern; Journalistinnen und Journalisten, die sich trotz
Einschüchterung und Bedrohungen für Pressefreiheit einsetzen;
Arbeiterinnen und Arbeiter, die für faire Bedingungen und Würde
kämpfen; Familien, die sich gegen Bevormundung, Gängelung und die
Verweigerung individueller Lebensentscheidungen zur Wehr setzen. Ihre
Stärke liegt nicht in Einzelaktionen, sondern in der Beharrlichkeit
einer Gesellschaft, die sich nicht zum Schweigen bringen lässt.
Seit Jahrzehnten herrscht das theokratische Regime mit brutaler
Gewalt und größter Verachtung für die grundlegenden Menschenrechte.
Umso bewundernswerter ist es, dass das Iranische Volk auf
unterschiedliche Weise gegen das Regime, für Freiheit und Grundrechte
eintritt und auf die Straße geht, um seiner Stimme Gehör zu
verschaffen. Diese außergewöhnlich mutigen Menschen verdienen die
uneingeschränkte Unterstützung aller, für die Freiheit,
Selbstbestimmung und Demokratie höchste Ideale sind.
Mit dem Freiheitspreis 2026 richtet die Stiftung den Blick
bewusst auf die vielen Namenlosen, deren Mut oft unsichtbar bleibt,
die aber die Grundlage jeder friedlichen Veränderung bilden. Der
Freiheitspreis ist Ausdruck von Respekt und Solidarität – und
zugleich ein Appell an die internationale Gemeinschaft, die Rechte
der Iranerinnen und Iraner konsequent zu schützen und ihre
Forderungen nach Freiheit wirkungsvoll zu unterstützen.
Das Iranische Volk steht für die Hoffnung, dass sich eine offene
Gesellschaft auch dort Bahn bricht, wo Freiheit unterdrückt wird.
Sein Einsatz erinnert uns daran: Freiheit ist unteilbar – und sie
beginnt mit Menschen, die den Mut haben, für sie aufzustehen.
Deshalb würdigt unsere Stiftung die freiheitsliebenden Menschen
im Iran. Mit der Verleihung des Freiheitspreises an das Iranische
Volk sendet die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit eine
klare Botschaft an die Öffentlichkeit: Der Kampf für Freiheit und
Demokratie wird von allen Liberalen uneingeschränkt unterstützt.