Bundesländer fordern finanzielle Absicherung, Weiterentwicklung der Forschung und Doktoratsmöglichkeit für FH/HAW

Wien (OTS) – Wien (OTS) – Die Österreichische Fachhochschul-Konferenz
(FHK)
begrüßt die klare Positionierung der Wissenschaftslandesrätinnen und
-landesräte zur angespannten finanziellen Lage der Fachhochschulen
bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (FH/HAW). Die
Ergebnisse der bundesweiten Fachkonferenz in Salzburg machen
deutlich, dass die bestehenden Rahmenbedingungen den gewachsenen
Aufgaben des FH/HAW-Sektors nicht mehr gerecht werden.

„ Die Bundesländer sprechen offen aus, was seit Jahren sichtbar
ist: Ohne verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen geraten unsere
Hochschulen in ihrer Rolle für Lehre, Forschung, Innovation und
regionale Entwicklung zunehmend unter Druck “, betont FHK-Präsidentin
Ulrike Prommer .

Zwtl.: Strukturelle Unterfinanzierung gefährdet Qualität und
Weiterentwicklung

Die von den Ländern aufgezeigte finanzielle Schieflage bestätigt
die Analysen der FHK. Reale Wertverluste der
Studienplatzfinanzierung, fehlende automatische Valorisierung sowie
das Fehlen einer strukturellen Forschungsbasisfinanzierung erschweren
nachhaltige Personalplanung, Kompetenzaufbau und strategische
Weiterentwicklung der FH/HAW erheblich.

„ Unsere Hochschulen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu
tragenden Säulen des österreichischen Hochschul-, Forschungs- und
Innovationssystems entwickelt. Diese Leistungen können dauerhaft nur
gesichert werden, wenn Finanzierung und gesetzliche Aufgaben in einem
realistischen Verhältnis stehen “, so FHK-Generalsekretär Kurt
Koleznik .

Zwtl.: Weiterentwicklung des FH/HAW-Sektors sowie des Standorts
braucht Doktoratstudien als neue wissenschaftliche Perspektive

Die Wissenschaftslandesrät:innen der neun Bundesländer haben
erkannt, dass unseren Hochschulen sowie Österreich ohne eigenständige
Doktoratsstudien eine wesentliche Entwicklungsperspektive in der
anwendungs- und transferorientierten Forschung und Entwicklung fehlt.
Unsere Hochschulen verlieren dadurch den internationalen Anschluss
und Österreich die so dringend benötigten hochqualifizierten Talente.
„ Wir freuen uns sehr, dass die Wissenschaftslandesrät:innen dies
erkannt haben und einhellig eine Promotionsmöglichkeit für unsere
Hochschulen fordern. Wir haben großes Vertrauen, dass Frau
Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner die breite Unterstützung als
Auftrag annimmt und die Umsetzung vorantreibt “, so Prommer.

Zwtl.: Planungssicherheit und Autonomie als Voraussetzung für
Innovationsfähigkeit

Die Forderung der Bundesländer nach einem raschen Vorliegen eines
neuen FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplans 2026–2030 wird von der
FHK ausdrücklich unterstützt. Planungssicherheit ist eine
Grundvoraussetzung dafür, dass FH/HAW langfristige Investitionen
tätigen, Fachkräfte halten und neue Kompetenzfelder aufbauen können.

Auch der von den Ländern eingeforderte Abbau bürokratischer
Hürden – insbesondere im Bereich der Programm-Akkreditierung – ist
aus Sicht der FHK ein wesentlicher Hebel. „ Wer von unseren
Hochschulen erwartet, flexibel auf technologische Entwicklungen und
den Fachkräftemangel zu reagieren, muss ihnen auch die notwendigen
Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume geben “, so Koleznik .