Wien (OTS) – Am Donnerstag, den 11. September 2025, würdigte das
Sanitätszentrum
Ost des Österreichischen Bundesheeres die Inbetriebnahme des
Heeresspitals in der Van-Swieten-Kaserne am 1. Juni 1965 mit einem
Festakt. Bei der 60-jährigen Jubiläumsfeier waren Bundesministerin
Klaudia Tanner, der Generalstabschef, General Rudolf Striedinger,
Leiterin des militärischen Gesundheitswesens, Generalmajor Sylvia
Sperandio sowie zahlreiche weitere Ehrengäste anwesend. Im Rahmen des
Festaktes erfolgte ebenfalls die feierliche Diplomverleihung an
Absolventinnen und Absolventen der Gesundheits- und
Krankenpflegeschule des Bundesministeriums für Landesverteidigung.
„Seit 60 Jahren steht das Heeresspital in Wien für höchste
medizinische Kompetenz. Mit dem Sanitätszentrum Ost verfügen wir
heute über ein modernes Kompetenzzentrum, das auch im
Katastrophenfall unverzichtbar ist. Besonders freue ich mich, den
Absolventinnen und Absolventen ihre Diplome überreichen zu dürfen –
sie sind die Zukunft unseres militärischen Gesundheitswesens“, so
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Das Sanitätszentrum Ost in Wien-Stammersdorf ist das größte
Sanitätszentrum des Bundesheeres und stellt die medizinische
Betreuung im Frieden, im Einsatz sowie im Katastrophenfall sicher.
Durch die Zusammenführung des Heeresspitals, der Sanitätsschule, der
Gesundheits- und Krankenpflegeschule sowie der Sanitätsanstalten
Baden und St. Pölten entstand ein Kompetenzzentrum, das bestmögliche
medizinische Versorgung für Soldatinnen, Soldaten und Bedienstete
gewährleistet. Ergänzt wird das Zentrum durch die Heeresapotheke, das
Arbeitsmedizinische Zentrum sowie den truppen- und notärztlichen
Dienst.
Im November 1998 erhielt das Bundesheer die Bewilligung zur
Errichtung einer Schule für Gesundheits- und Krankenpflege. Der erste
Jahrgang startete am 14. April 1999. Die Schule verfügt über
Öffentlichkeitsrecht und ist einzigartig als Bundesschule in dieser
Form. In einer dreijährigen modularen Ausbildung – 2.000 Stunden
Theorie, 2.480 Stunden Praxis – werden sowohl Sanitätsunteroffiziere
als auch zivile Auszubildende zu diplomierten Gesundheits- und
Krankenpfleger ausgebildet.
Bundesministerin Tanner überreichte Diplome an 18
Sanitätsunteroffiziere und diplomierte Gesundheits- und
Krankenpfleger des Jahrganges „Lazarus“. Der Name wurde in
Anerkennung des Militärischen und Hospitalischen Ordens des Heiligen
Lazarus von Jerusalem, dessen Tradition in der humanitären Hilfe, im
Sanitätswesen und im Katastrophenschutz bis ins Mittelalter
zurückreicht, gewählt.
Der letzte Lehrgang dieses Ausbildungsmodells endet im September
2026, danach soll die Ausbildung zur Pflegefachassistenz angeboten
werden. Darüber hinaus bildet die Schule Ordinationsassistenten aus
und bietet Fortbildungen für das Sanitätspersonal der
Bundesministerien für Landesverteidigung sowie für Inneres an.
Die Sanitätsorganisation des Österreichischen Bundesheeres steht
für Einsätze sowie bei Katastrophen in Österreich wie auch weltweit
mit ihrem Fachwissen bereit. Zusätzlich kann eine aus allen
Sanitätszentren gebildete Feldambulanz als mobiles Spital für rund
3.500 Soldaten, national wie multinational, eingesetzt werden.