Bundesheer: Piloten trainieren Hochgebirgsflüge in fünf Bundesländern

Wien (OTS) – Von 9. bis 20. Februar trainieren die
Hubschrauberpiloten des
Österreichischen Bundesheeres das Fliegen und Landen im Hochgebirge.
Ausgehend vom Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg in Aigen im Ennstal (
Steiermark) starten alle Hubschraubertypen der Luftstreitkräfte:
AW169 „Leonardo“, S-70 „Black Hawk“, AB212 und OH-58. Um Umwelt- und
Lärmbelastung gering zu halten, verteilen sich die Außenlandungen auf
mehr als 50 Übungsgebiete in Steiermark, Kärnten, Oberösterreich,
Salzburg und Tirol. Zudem erhalten die Piloten Unterricht in den
jeweiligen Naturschutzbestimmungen. An einzelnen Tagen wird der
Lehrgang auch bei Dunkelheit durchgeführt.

„Nur bestens ausgebildete Hubschrauberbesatzungen können
leistungsfähiges Gerät sicher und wirkungsvoll einsetzen. Besonders
bei Außenlandungen außerhalb von Flugplätzen, bei Einsätzen unter
schwierigen Bedingungen wie im Hochgebirge oder bei starken Windböen
steigen die Anforderungen deutlich. Regelmäßiges Training ist daher
Voraussetzung, um im Ernstfall rasch und verantwortungsvoll handeln
zu können und den Schutz der Österreichischen Bevölkerung
sicherzustellen“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Das Bundesheer bildet seine Hubschrauberbesatzungen jährlich in
speziellen Hochgebirgslandelehrgängen aus. Diese finden einmal im
Sommer und einmal im Winter statt. Aufgrund der Anzahl an
Hubschraubern und Besatzungen sind darüber hinaus zusätzliche
Trainingsflüge notwendig. Nationale und internationale
Erfahrungswerte zeigen, dass Hochgebirgsflüge und -landungen
regelmäßig geübt werden müssen. Flugschüler erwerben dabei die
Qualifikation zum Einsatzpiloten; bereits ausgebildete Piloten nehmen
zur Erhaltung ihrer Qualifikation ebenfalls regelmäßig teil. Ein
zentraler Bestandteil ist auch der verantwortungsvolle Umgang mit
sensiblen Naturräumen: Verfahren für Flüge über Schutzgebiete werden
geschult, sensible Bereiche wie etwa Adlerhorste werden gemieden.
Dies dient zum Schutz der Natur und zur Flugsicherheit, etwa zur
Vermeidung von Kollisionen mit Vögeln. So stellt das Bundesheer
sicher, dass Hilfe aus der Luft im Ernstfall rasch, sicher und unter
größtmöglicher Schonung der Umwelt erfolgen kann.

Durchgeführt werden die Hochgebirgslandelehrgänge im Rahmen der
Militärpilotenausbildung durch die Flieger- und
Fliegerabwehrtruppenschule. Die Flieger- und
Fliegerabwehrtruppenschule führt die Fachausbildung aller Offiziere,
Unteroffiziere und Zivilbediensteten der Verbände der
Luftstreitkräfte sowie die diesbezügliche facheinschlägige
Grundlagenarbeit durch. Die Schule ist in Langenlebarn und Zeltweg
stationiert.