Bundesheer: Modernisierung der bodengebundenen Luftabwehr und Drohnenabwehr des Bundesheeres

Salzburg (OTS) – Heute, Freitag, den 20. Februar 2026, fand ein
Pressegespräch, im
Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und der
Landeshauptfrau von Salzburg Karoline Edtstadler in der Salzburger
Schwarzenberg-Kaserne statt, bei welchem die Pläne zur zukünftigen
Modernisierung der bodengebundenen Luftabwehr und Drohnenabwehr des
Bundesheeres im Rahmen des Aufbauplans „ÖBH2032+“ präsentiert wurde.

„Die „Mission Vorwärts“ zeigt Wirkung – der Aufbauplan „ÖBH 2032+
“ wird weiter umgesetzt. Nach den Beschaffungen im Bereich der
Luftfahrzeuge steht nun die bodengebundene Luftverteidigung im
Zentrum. Mittelfristig wird der Verband „Luftraumüberwachung“ sich
zum Verband „Luftverteidigung“ weiterentwickeln. Und hier spielt der
Standort Salzburg eine wichtige Rolle und wird auch künftig ein
militärisch wichtiger Standort werden – denn Salzburg wird zum
Zentrum der elektronischen Drohnenabwehr und ein wichtiger Standort
für Skyshield“, erläuterte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner im
Rahmen der Pressekonferenz.

„Sicherheit geht uns alle an. Ich bekenne mich dazu, das
Bundesheer modern auszurüsten und den Wehrdienst zu verlängern, um
den neuen Herausforderungen und Bedrohungen angemessen zu begegnen.
Dabei ist Salzburg das Herz und Hirn der Österreichischen
Luftstreitkräfte. Schon heute laufen alle Informationen in der
Einsatzzentrale in St. Johann zusammen, um die Luftraumüberwachung
sicher zu stellen. Zukünftig wird Salzburg als neues Zentrum der
elektronischen Drohnenabwehr auch hier eine Schlüsselrolle in der
modernen und zeitgemäßen Aufstellung des Bundesheeres zukommen.“
erklärte die Landeshauptfrau von Salzburg Karoline Edtstadler im
Pressegespräch.

Modernisierung der Luftabwehr und Drohnenabwehr des Bundesheeres

Die Weiterentwicklung der österreichischen Luftstreitkräfte geht
in großen Schritten voran. Nach den Beschaffungen im Bereich der
Luftfahrzeuge steht nun die bodengebundene Luftverteidigung im
Zentrum.

Deshalb wird im Rahmen des Aufbauplans 2032 + die bodengebundene
Luftabwehr und Drohnenabwehr modernisiert und fit für die Zukunft
gemacht. Dies beinhaltet neben der klassischen Fliegerabwehr auch die
Fähigkeit, Drohnen aller Größenkategorien abwehren zu können.

Derzeit verfügt das Österreichische Bundesheer das System ELDRO,
„Elektronische Drohnenabwehr“. ELDRO wurde zum Schutz von
Veranstaltungen der EU-Ratspräsidentschaft 2018 beschafft. Das System
ist beim Jägerbataillon 8, welches künftig nach Systemerhalt in das
Flugabwehrbataillon 8 umbenannt wird, in Wals-Siezenheim disloziert.

Diese Fähigkeiten werden erweitert: Als erster Schritt wird die
Nutzungsdauer der 35mm Fliegerabwehrkanone verlängert. Die
vorhandenen 35mm Systeme werden sich dadurch zu einem der modernsten
kanonenbasierten Drohnen bzw. Flugabwehrabwehrsysteme weltweit
entwickeln. Dieses Vorhaben soll mit dem 1.Quartal 2028 abgeschlossen
sein.

Als weiterer Schritt sind wir dabei, bis 2030 das System
„Skyranger“ mit insgesamt 36 Gefechtsfahrzeugen zu beschaffen, um
damit die Fähigkeit des Begleitschutzes im Bundesheer wieder
darzustellen. Das System verschießt Munition bis zu einer Reichweite
von 2,5 km und ist zusätzlich mit der Fliegerabwehrlenkwaffe MISTRAL3
ausgerüstet. Dabei sind drei Feuereinheiten für eine gut
funktionierende Drohnenabwehr in Salzburg vorgesehen.

Hoher Stellenwert des militärischen Standort Salzburg
Damit spielt die Salzburger Schwarzenberg-Kaserne gerade im Bereich
Luftraum eine wichtige Rolle. Einerseits werden an diesem Standort
Kurzstrecken-Systeme mit einer Reichweite von bis zu 15 Kilometern,
andererseits auch Systeme der mittleren Reichweite bis zu 50 km,
werden in Salzburg stationiert, um den Standort für „Skyshield“ zu
etablieren und künftig den Luftraum voll umfänglich zu sichern. Im
Aufbauplan sind für die Beschaffung dieser beiden Systeme 2,5
Milliarden Euro vorgesehen. Die volle Einsatzbereitschaft soll mit
2032 abgeschlossen werden.