Wien (OTS) – Am Donnerstag, dem 13. August 2026, taufte das
Militärhundezentrum im
Rahmen seines Traditionstages elf Welpen. Mit der traditionellen
Welpentaufe werden die Hunde offiziell in den Dienststand des
Bundesheeres übernommen. Im Beisein von Verteidigungsministerin
Klaudia Tanner und zahlreichen weiteren Fest- und Ehrengästen wurde
dem Schutzpatron der Diensthunde, dem heiligen Rochus, gedacht. Die
Patenschaft für die jüngsten Mitglieder des Militärhundezentrums
übernahm der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB), vertreten durch den
Präsidenten des ÖFB, Josef Pröll. Die Welpentaufe ist mittlerweile
Tradition im Bundesheer und erfolgt symbolisch durch das Umhängen der
Diensthundemarke: Rüden tragen ein blaues Band, Weibchen ein rosa
Band.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Auch die Kleinsten
tragen schon zur Sicherheit Österreichs bei – unsere Militärhunde
leisten gemeinsam mit ihren Hundeführerinnen und Hundeführern einen
unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit unseres Landes. Mit der
‚Mission Vorwärts‘ stellen wir auch künftig sicher, dass das
Militärhundezentrum über die notwendigen Fähigkeiten und Strukturen
verfügt, um diesen wichtigen Auftrag bestmöglich zu erfüllen.“
Die elf Belgischen Schäferhunde-Welpen wurden am 26. Mai im
Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch (Burgenland) geboren. Die
zukünftigen Militärhunde werden traditionsgemäß dem „T-Wurf“
entsprechend auf die Namen Trude, Taiga, Tara, Tracy, Thorin, Twixx,
Titan, Tank, T-Bone, Tonic sowie Tantor hören. Nun beginnt für sie
die Ausbildung im Militärhundezentrum. Zunächst werden die Welpen
gesundheitlich untersucht und besuchen die sogenannte „Welpenschule“.
In zwei Jahren sollen sie als Wach- und Schutzhunde sowie als
Spürhunde für Sprengstoffe und Suchtmittel eingesetzt werden.
Das Militärhundezentrum ist seit 1964 die zentrale Zucht- sowie
Ausbildungsstätte für alle Militärhunde des Bundesheeres. Die
Ausbildung umfasst den Wach- und Schutzdienst, das Aufspüren von
Sprengstoffen und Suchtmitteln sowie die Suche nach Personen anhand
ihrer Fährte. Insgesamt hat das Bundesheer 157 Militärhunde und 99
Hundeführer. Davon sind 79 Hunde und 21 Hundeführer im
Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch eingesetzt, der Frauenanteil
unter den Hundeführern liegt dort bei 41 Prozent. Weitere 78
Militärhunde sind mit ihren Hundeführern an anderen Dienststellen des
Bundesheeres im Einsatz. Bei den Militärhunden handelt es sich um
Rottweiler, Schäferhunde, Labradore und Jagdhunde, die im gesamten
Bundesgebiet und auch im Ausland zum Einsatz kommen. Mit mehr als
2.400 registrierten Rottweilern gilt das Militärhundezentrum als
weltweit größter Halter dieser Rasse.
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