Bürgermeister Michael Ludwig traf Papst Leo XIV. in Rom

Wien (OTS) – Wiens Bürgermeister Michael Ludwig traf gemeinsam mit
Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck im Rahmen der
Generalaudienz in Rom Papst Leo XIV. zu einem Austausch über die
großen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer
Zeit. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen insbesondere die
geopolitische Lage in Europa, die Bedeutung internationaler
Zusammenarbeit sowie ethische Fragen im Zusammenhang mit Künstlicher
Intelligenz und Digitalisierung.

Der Bürgermeister hob dabei die besondere Rolle Wiens als
internationale Stadt des Dialogs hervor: „Wien steht im Zentrum
Europas und ist seit Jahrhunderten eine Drehscheibe für
internationale Diplomatie. Gerade in Zeiten globaler Krisen braucht
es Orte der Verständigung, des friedlichen Dialogs und der
konstruktiven Zusammenarbeit.“

Im Austausch mit Papst Leo XIV. wurde auch die Bedeutung des
interreligiösen Dialogs für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und
den Frieden thematisiert. Bürgermeister Ludwig verwies in diesem
Zusammenhang auf den Wiener Religionsrat als europaweit beachtetes
Modell für das respektvolle Miteinander der Religionsgemeinschaften
in einer pluralistischen Stadtgesellschaft. Der Wiener Religionsrat
leiste einen wichtigen Beitrag dazu, den Austausch zwischen
Religionsgemeinschaften zu stärken und gemeinsame Verantwortung für
gesellschaftlichen Zusammenhalt, Solidarität und Frieden sichtbar zu
machen.

Darüber hinaus wurde die Rolle des Heiligen Stuhls als moralische
Stimme in der internationalen Politik thematisiert. Der Vatikan setzt
sich weltweit für Frieden, Menschenwürde, Meinungsfreiheit und
Klimagerechtigkeit ein und wirbt angesichts internationaler Konflikte
konsequent für Dialog und diplomatische Lösungen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war der
verantwortungsvolle Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Papst Leo
XIV. hat zu Beginn dieser Woche auf die ethischen Herausforderungen
neuer Technologien hingewiesen und internationale Regeln für einen
gemeinwohlorientierten Einsatz von KI gefordert.

„Bereits 2019 haben wir uns in Wien intensiv mit den Auswirkungen
der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft beschäftigt. Unter dem
Leitgedanken des Digitalen Humanismus verfolgen wir das Ziel, den
Menschen wieder ins Zentrum technologischer Innovation zu stellen –
und nicht umgekehrt. Hier gibt es viele gemeinsame Ansätze mit den
Überlegungen des Papstes“, erklärte Ludwig.

„Künstliche Intelligenz bietet für die Wirtschaft große Chancen,
dennoch darf dabei nicht der Mensch aus den Augen verloren werden.
Darauf ist Papst Leo XIV. in seiner ersten Enzyklika am Montag
eingegangen. Umso mehr war ich beeindruckt, den Heiligen Vater am
Mittwoch auf einer gemeinsamen Wirtschaftsreise mit Bürgermeister
Ludwig persönlich treffen zu können“, sagte WKW-Präsident Ruck.

Wien verfüge mit seinen Universitäten, Forschungseinrichtungen,
internationalen Organisationen und kirchlichen Institutionen über
hervorragende Voraussetzungen, um eine führende Rolle bei ethischen
Fragen rund um Digitalisierung und KI einzunehmen. „Technologischer
Fortschritt darf niemals auf Kosten von Menschenwürde, sozialer
Gerechtigkeit oder demokratischer Teilhabe gehen. Wien wird auch
künftig daran arbeiten, Innovation und Verantwortung miteinander zu
verbinden“, so Ludwig abschließend. (Schluss) red