Wien (OTS) – Peter Resetarits präsentiert in der Sendung
„Bürgeranwalt“ am
Samstag, dem 17. Oktober 2026, um 18.00 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
folgende Beiträge:
Verkehrsinsel direkt vor Einfahrt
Seit 250 Jahren befindet sich ein Fuhrwerkerhaus in der
Schlachthausgasse 48 im 3. Bezirk in Wien. Die Räumlichkeiten im Hof
sind an verschiedene Unternehmen vermietet, die ihre Produkte – vom
Wein bis zu Reinigungsmitteln – ausliefern oder an Ort und Stelle
direkt an Kundinnen und Kunden weitergeben. Bis vor Kurzem kein
Problem. Aber: Im Zuge der Neugestaltung der Straße wurde auf der
Höhe der Einfahrt in den Hof des Fuhrwerkerhauses eine Verkehrsinsel
errichtet. Das hat die Zufahrt massiv erschwert – sie ist nun nur
mehr mit mehrfachem Reversieren möglich. Die Unternehmer überlegen
sich deshalb bereits, den Standort zu verlassen und ihre Mietverträge
zu kündigen. Das wiederum würde die Vermieterin, die 80-jährige
Elisabeth G., schwer treffen. Ohne die Vermietung der Betriebsgebäude
könne sie das alte Haus nicht finanzieren bzw. erhalten, sagt sie,
und fordert von der Stadt Wien eine Lösung des Einfahrtsproblems. Sie
hat sich an Volksanwältin Gaby Schwarz gewandt.
Klage wegen Diskriminierung bei öffentlichen WC-Anlagen
50 Cent kostet der Besuch der WC-Anlage am Wiener Rathausplatz,
aber nur für die Frauenkabine, das Pissoir für Männer ist gratis.
Begründet wird das von der zuständigen Wiener Magistratsabteilung 48
mit dem anwesenden Reinigungspersonal. Volksanwältin Gaby Schwarz
kritisiert die Gebühr bereits seit drei Jahren als diskriminierend
und verlangte eine Gesetzesänderung. Nun hat eine Wienerin die Stadt
Wien geklagt, „Bürgeranwalt“ fragt nach, wie der Stand des Verfahrens
ist.
Wer zahlt die Sanierung des alten Fernwärmenetzes?
36 Hauseigentümer:innen einer Siedlung in Linz erfahren im Herbst
2025, dass in naher Zukunft ihr Fernwärme-Netz abgedreht wird. Es sei
so sanierungsbedürftig, dass sich die Weiterführung für ihren
Energielieferanten, die Kärntner KELAG, nicht mehr rechnet – es sei
denn, die Hauseigentümer:innen zahlen je 30.000 Euro für die
Sanierung. Die Familien fühlen sich unter Druck gesetzt, denn eine
Alternative zur Fernwärme wie Wärmepumpe oder Hackschnitzelheizung
sei für viele Häuser lagebedingt nicht möglich. „Bürgeranwalt“ hat
sich die Situation vor Ort angesehen, mit den Eigentümerinnen und
Eigentümern sowie der KELAG gesprochen. Nach monatelangen Gesprächen
zeichnet sich jetzt eine Lösung ab.