Schönheit

Brandweiner/Bauer: Zivildienst wird zum Sprungbrett ins Ehrenamt

Wien (OTS) – ÖVP-Zivildienstsprecher Lukas Brandweiner und
Zivildienstministerin
Claudia Bauer begrüßen die Einigung der Koalition auf die konkrete
Ausgestaltung des künftigen 9+2-Modells beim Zivildienst. Damit liegt
ein Modell vor, das die Handlungsfähigkeit des Zivildienstes sichert,
den jungen Männern gleichzeitig Flexibilität bietet und Ausbildung
und Ehrenamt stärkt.

„Der Zivildienst ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft und
unverzichtbar für unser Sozial-, Gesundheits- und Rettungswesen.
Gerade angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir heute
dafür sorgen, dass sich unsere Einrichtungen auch morgen auf
ausreichend helfende Hände verlassen können. Für uns war daher klar,
dass eine Reform nicht einfach nur zwei Monate dranhängen darf. Diese
Zeit muss einen echten Mehrwert bringen. Für die Zivildiener, für die
Einrichtungen und für unser Land“, betont ÖVP-Zivildienstsprecher
Lukas Brandweiner.

Für die zusätzlichen zwei Monate sind drei Möglichkeiten
vorgesehen: elf Monate durchgehend, eine spätere Ableistung der
zusätzlichen zwei Monate in derselben Einrichtung oder alternativ 400
Stunden ehrenamtliche Ersatzleistung innerhalb von fünf Jahren,
ebenfalls in derselben Einrichtung.

Zivildienstministerin Claudia Bauer: „Der Zivildienst ist schon
heute ein Headhunter für unser Sozial- und Gesundheitssystem. Jeder
dritte Zivildiener bleibt danach beruflich oder ehrenamtlich dabei.
Daran soll das neue Modell anknüpfen: Mit der Ehrenamts-Variante
könnten aus zwei zusätzlichen Monaten fünf Jahre Ehrenamt werden und
erworbene Fähigkeiten dort erhalten bleiben, wo sie gebraucht werden.
Gleichzeitig soll der Zivildienst einen stärkeren
Ausbildungscharakter bekommen. Junge Männer sollen neben
Lebenserfahrung auch konkrete Qualifikationen für ihren weiteren Weg
mitnehmen. Gerade weil es aufgrund der Demografie künftig weniger
Zivildiener geben wird und gleichzeitig der Bedarf steigt, müssen wir
den Zivildienst fit für die Zukunft machen.“

Teil der Reform ist deshalb auch eine verpflichtende Ausbildung
für alle Zivildiener. Für die einzelnen Einsatzbereiche sollen
verbindliche Ausbildungskataloge mit einheitlichen Standards und
Mindestdauern geschaffen werden. Auch bei den anrechenbaren
Freiwilligendiensten werden klare Regeln geschaffen und der bisherige
Wildwuchs beendet. Künftig können maximal ein Prozent der
Stellungspflichtigen eines Jahrgangs einen Freiwilligendienst
anstelle des Zivildienstes anrechnen lassen. Die verfügbaren Plätze
werden dafür kontingentiert und an klare Voraussetzungen geknüpft.

„Mit dieser Einigung stellen wir den Zivildienst auf ein starkes
Fundament für die Zukunft. Wir schaffen einen echten Anreiz, nach dem
Zivildienst im Ehrenamt weiterzumachen und erworbene Fähigkeiten über
Jahre dort einzubringen, wo sie gebraucht werden. Gleichzeitig geben
wir den jungen Männern mehr Flexibilität und konkrete Qualifikationen
für ihren weiteren Weg mit“, so Brandweiner und Bauer abschließend. (
Schluss)