Wien (OTS) – Mobilitätsminister Peter Hanke hat heute im Bundesrat
die Maßnahmen
der Bundesregierung gegen die aktuelle Ölpreisexplosion erläutert und
den langfristigen Kurs der Mobilitätswende als strategische Antwort
auf geopolitische Abhängigkeiten bekräftigt.
Rund ein Drittel des globalen Rohöls, ein Drittel des LNG und ein
Drittel des weltweiten Düngers laufen über die Straße von Hormus –
Preisschocks auf den internationalen Energiemärkten haben damit
unmittelbare Konsequenzen für Betriebe, Versorgungssicherheit und
Mobilität in Österreich. Deshalb ist es so wichtig, dass die
Bundesregierung schnell gehandelt hat.
„Als kurzfristige Sofortmaßnahme verbilligt die Spritpreisbremse
jeden Liter Benzin und Diesel um 10 Cent – direkt spürbar für alle,
die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind Die Maßnahme zielt darauf ab,
vorhandene Marktmechanismen zu nutzen, um Preissteigerungen für
Kundinnen und Kunden abzufedern und gleichzeitig sicherzustellen,
dass weder Staat noch Energiewirtschaft übermäßig von der
Preisvolatilität profitieren“, so Bundesminister Peter Hanke.
Laut Hanke sei jetzt nicht der Moment unehrliche Versprechen über
billigen Sprit aus unbekannten Quellen abzugeben. „ Die Menschen in
Österreich verdienen ehrliche und seriöse Antworten auf diese Krise
“. Langfristig ist die Antwort auf diese strukturelle Verwundbarkeit
unserer Energieversorgung für Hanke klar: die konsequente
Transformation von Mobilität und Energie.
Österreichs Bundesbahnen sind bereits zu 90 Prozent
elektrifiziert, 100 Prozent des ÖBB-Bahnstroms kommen aus
erneuerbaren Quellen. Das macht den öffentlichen Verkehr unabhängig
von Ölpreisschwankungen – wer heute ein Klimaticket kauft, ist die
nächsten zwölf Monate zum Fixpreis unterwegs, unabhängig von den
internationalen Märkten. Außerdem steht die Bundesregierung trotz
Konsolidierungsdruck zum hohen Investitionsniveau im ÖBB-Rahmenplan,
der auf Rekordniveau liegt.
Parallel dazu nimmt die Elektromobilität in Österreich spürbar
Fahrt auf. Über 35.000 öffentliche Ladepunkte stehen mittlerweile zur
Verfügung, die Zahl der Ultraschnellladepunkte mit 150 kW oder mehr
hat sich im vergangenen Jahr auf über 4.000 verdoppelt. Im ASFINAG-
Netz werden die Ladepunkte für Pkw bis 2030 auf 1.500 und für Lkw bis
2035 auf 1.300 ausgebaut. Mehr als 300.000 vollelektrische Fahrzeuge
aller Klassen sind seit Ende 2025 auf Österreichs Straßen unterwegs,
Anfang 2026 wurde die Fünf-Prozent-Marke beim Pkw-Bestand
überschritten.
Mit dem Programm eTruck werden zudem die Anschaffung von E-Lkw
und die dazugehörige Ladeinfrastruktur gezielt gefördert. Über 700 E-
Lkw sind bereits im Einsatz – wie etwa beim Kraftwerk Imst-Haiming
der TIWAG in Tirol, der ersten Baustelle Österreichs, die vorwiegend
über elektrische Schwerlastfahrzeuge abgewickelt wird. Das zeigt
eindrucksvoll, dass die Elektromobilität in allen Bereichen
Marktreife erlangt hat.
„Jede Ladestation, jedes Windrad, jede neue energieeffiziente
Technologie ist ein Schutzschild gegen internationale Krisen“, so
Hanke, der auch die Bedeutung des kürzlich beschlossenen Erneuerbaren
-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG) und der ersten neuen,
Logistikstandortstrategie seit 2014 die derzeit erarbeitet wird,
hervorhob.
Ergänzend rief der Minister alle Verkehrsteilnehmerinnen und –
teilnehmer dazu auf, durch spritsparendes Fahren – gleichmäßiges
Tempo, vorausschauendes Fahren, monatlicher Reifendruckcheck – einen
persönlichen Beitrag zu leisten und damit ihren Treibstoffverbrauch
um bis zu 15 Prozent zu senken.