St. Pölten (OTS) – Am heutigen Montag findet unter dem Titel „Silence
25“ eine
bundesweite Blackout-Übung unter der Führung des Bundesministeriums
für Inneres statt. Für Niederösterreich wird dieses Szenario im
Feuerwehr- und Sicherheitszentrum NÖ in Tulln gemeinsam mit
Einsatzorganisationen, Infrastrukturbetreibern, Fachabteilungen des
Landes und landesnahen Einrichtungen durchgeführt. Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner sagte am Vormittag bei ihrem Besuch: „Gerade so
ein Blackout-Szenario ist für uns die größte Herausforderung unserer
Zeit. Ein Blackout trifft alle Bereiche – von der Gesundheit über die
Bildung, Wirtschaft, Verkehr bis hin zu jedem einzelnen Haushalt. Da
braucht es das Zusammenwirken aller Ministerien, aller Länder, aller
Mitglieder der Sicherheitsfamilie, von der Freiwilligen Feuerwehr
über die Rettungsorganisationen, Bundesheer, Zivilschutzverband und
natürlich auch der Polizei.“
Eine derartige Übung sei jedoch kein Zeichen von Angst oder
Schwäche, sondern ein Zeichen von Stärke. Mikl-Leitner dazu: „Denn
eine derartige Übung wird dazu genutzt, um Abläufe und Kommunikation
zu testen und vor allem auch Schwachstellen zu entdecken und
auszubügeln.“ Sie halte jede Investition in das Krisen- und
Katastrophenschutzmanagement für wichtig, „weil wir damit Chaos
verhindern und Menschenleben retten können.“ Zu den anwesenden
Mitgliedern im Krisenstab sagte die Landeshauptfrau weiters: „Jede
Institution, egal ob Ministerien, Land, Rettungsorganisationen oder
auch jeder Experte hier vor Ort ist ein wichtiger Teil unserer
Sicherheitsarchitektur. Und da sage ich ein ganz großes und
herzliches Dankeschön für Ihre Expertise und Ihren Einsatz. Jeder von
Ihnen kann die Widerstandsfähigkeit unseres Landes verbessern und
sichern.“
Seitens Politik und Verwaltung sei man sich der Aufgabe bewusst,
„nämlich, dass die Rahmenbedingungen passen – von den gesetzlichen
Grundlagen über die Abläufe bis hin zu den finanziellen Ressourcen
und zur technischen Ausstattung. All das, was wir dazu leisten
können, tun wir gerne in unserer Verantwortung, damit im Krisenfall
alles bestens funktioniert“, unterstrich sie und wünschte
abschließend eine erfolgreiche Übung.
Auf den Ernstfall gut vorbereitet zu sein, aber nicht zu
dramatisieren, sondern sachlich vorzugehen, hält auch Innenminister
Gerhard Karner für wichtig. „Danke an alle Einsatzorganisationen und
Sicherheitsbehörden für ihre tägliche Arbeit. Auch das Üben und
Trainieren für hoffentlich nicht eintretende, aber mögliche
Ereignisse ist ein enorm wichtiger Beitrag für die Sicherheit der
Bevölkerung“.
Stefan Kreuzer, Abteilungsleiter-Stellvertreter der Abteilung
Feuerwehr und Zivilschutz beim Amt der NÖ Landesregierung, gab in
seiner Funktion als Stabsleiter einen Überblick über die
Übungsannahme: „Wir spielen heute verschiedene Ebenen in unseren
Überlegungen durch. Wir haben eine Sommerwetterlage mit sehr schweren
Unwettern vorgegeben bekommen – ähnlich wie wir es voriges Jahr im
Herbst erlebt haben.“ Es gehe nun darum, dieses Szenario mit allen
Beteiligten zu bewältigen – beispielhaft nannte er etwa
eingeschlossene Personen in Liftanlagen, liegengebliebene Züge,
Kinder in Schulen und Kindergärten, Sonderlagen in Kliniken sowie
Pflege- und Betreuungszentren oder im Bereich der Strominfrastruktur.