„Blackout im Fokus“ – Kompetenzzentrum Sicheres Österreich lud zum KSÖ-Sicherheitsgipfel 2025

Wien (OTS) – Am 27. November 2025 veranstaltete das Kompetenzzentrum
Sicheres
Österreich gemeinsam mit der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien den
Sicherheitsgipfel 2025. Unter dem Thema „Blackout – Vom Risiko zur
Resilienz: Wie Wirtschaft und Staat auf ein Blackout reagieren“
versammelten sich Expertinnen und Experten sowie zahlreiche
Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um über aktuelle Herausforderungen,
Auswirkungen, notwendige Maßnahmen sowie innovative Lösungsansätze zu
diskutieren.

Eröffnet wurde der Sicherheitsgipfel mit einem Eingangsstatement
von Bundesminister für Inneres Gerhard Karner und KSÖ-Vize-Präsident
sowie Bundesminister a.D. Karl Schlögl.

„Mein großer Dank gilt dem Kompetenzzentrum Sicheres Österreich,
das sich seit mittlerweile 50 Jahren aktuellen Sicherheitsthemen
annimmt, Betroffene vernetzt und Lösungen für Herausforderungen
sucht. Gerade beim Thema Blackout wird im Bereich der Vorsorge von
Unternehmen, Organisationen und Behörden viel geleistet – das zeigen
gerade Veranstaltungen wie der heutige Sicherheitsgipfel!“ so Gerhard
Karner.

Zwtl.: Internationaler Einblick in den Blackout-Vorfall in Spanien

Gerhard Christiner, Vorstandsvorsitzender der APG, gab in seiner
Keynote Einblick in die Erkenntnisse zum Blackout-Vorfall in Spanien.
Er erläuterte ausführlich, wie es zu dem Blackout kommen konnte und
welche Faktoren maßgeblich dafür verantwortlich waren.

Lena Schwarz, Wiener Linien, referierte in ihrer Keynote über die
Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr sowie die wichtigsten
Lessons Learned . Darüber hinaus gewährte sie einen umfassenden
Einblick in die Vorbereitungen innerhalb der Wiener Linien.

Teresa Zagallo, KPMG Portugal, sprach in ihrer Keynote darüber,
wie das Blackout in Spanien und Portugal auf behördlicher und
technischer Ebene bewältigt wurde und welche Lehren daraus gezogen
werden konnten. Ein besonderer Fokus lag zudem auf dem Verhalten und
den Reaktionen der Bevölkerung in dieser Ausnahmesituation.

Zwtl.: Hochkarätig besetzte Panel-Diskussionen

Im ersten Panel stand der Schwerpunkt „Auswirkungen auf
Wirtschaft und Gesellschaft“ im Fokus. Vertreterinnen und Vertreter
aus Energieversorgung, Finanzwirtschaft und Telekommunikation
diskutierten, wie ein großflächiger Stromausfall gesamte
Wertschöpfungsketten beeinflusst, welche betrieblichen Abhängigkeiten
besonders kritisch sind und welche Maßnahmen Unternehmen setzen
müssen, um ihre operative Resilienz zu stärken. Dabei wurde deutlich,
dass ein wirksames Risikomanagement nur durch eine enge Kooperation
zwischen privatwirtschaftlichen Schlüsselakteuren und öffentlichen
Institutionen möglich ist.

Das zweite Panel widmete sich dem Thema „Sicherheits- und
Krisenmanagement als staatliche Querschnittsaufgabe“ . Experten aus
Forschung, Behörden, Einsatzorganisationen und der Krisenvorsorge
zeigten, dass ein Blackout nicht nur ein technisches, sondern vor
allem ein strukturelles und organisatorisches Risiko für den Staat
darstellt. Diskutiert wurden die Herausforderungen in der
Interoperabilität zwischen Behörden, die Bedeutung klarer
Führungsstrukturen sowie die Notwendigkeit gemeinsamer Übungen und
Planungsprozesse. Die Panelisten Robert Mayer, Peter Vorhofer, Gerald
Ortner, Gerald Lischka und Mario Drobics waren sich einig, dass
Resilienz nur gelingen kann, wenn Bund, Länder, Einsatzkräfte und
kritische Infrastrukturen abgestimmt und vorausschauend
zusammenarbeiten.