Wien (OTS) – Im Rahmen der Budgetkonsolidierung entwickelt das
Bundesministerium
für Bildung seine internationalen Bildungskooperationen strategisch
weiter. Ziel ist es, die verfügbaren Ressourcen noch stärker auf
nachhaltige, wirkungsorientierte und projektbezogene Formen der
Zusammenarbeit auszurichten. Die Weiterentwicklung betrifft sowohl
die Bildungskooperationen in Südost- und Osteuropa als auch die
personelle Ausstattung der österreichischen Auslandsschulen in
Guatemala und Mexiko.
Weiterentwicklung der Bildungskooperationen
Die Bildungszusammenarbeit Österreichs mit den Ländern des
Westbalkans sowie mit der Ukraine und Moldau wird auch künftig
fortgesetzt. Die langjährige Zusammenarbeit mit den Partnerländern
wird dabei in einer neuen Form fortgeführt. Mit der Weiterentwicklung
der Kooperationsstruktur wird die bisherige Zusammenarbeit über
Bildungsbeauftragte vor Ort im kommenden Jahr schrittweise durch
projektbezogene Kooperationsformate ersetzt.
Die derzeitigen Bildungsbeauftragten werden für das Schuljahr
2026/27 nochmals bestellt. Damit ist ihre Tätigkeit bis Ende August
2027 sichergestellt und ein geordneter Übergang gewährleistet.
Künftig wird die Zusammenarbeit verstärkt über projektbezogene und
drittmittelfinanzierte Initiativen erfolgen. Österreich bleibt ein
verlässlicher Partner und wird die Partnerländer weiterhin bei
Bildungsreformen, beim Aufbau institutioneller Kapazitäten sowie –
insbesondere die EU-Beitrittskandidaten – auf ihrem Weg in die
Europäische Union unterstützen.
Prüfung der Entsendungen an österreichische Auslandsschulen
Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung der internationalen
Bildungsaktivitäten werden auch die Entsendungen an die
österreichischen Auslandsschulen in Guatemala und Mexiko überprüft.
Dabei werden unterschiedliche Optionen für die Reduktion der
künftigen personellen Ausgestaltung geprüft. Ziel ist es, den Einsatz
von aus Österreich entsandten Pädagoginnen und Pädagogen schrittweise
zu reduzieren.
Der Schulbetrieb an den österreichischen Auslandsschulen in
Mexiko und Guatemala wird unverändert fortgeführt. Finale
Entscheidungen werden nach Abschluss der laufenden Evaluierung
getroffen.