Wien (OTS) – Rund 100 Schulen in allen neun Bundesländern engagieren
sich im
FAIRTRADE-Schulprogramm. Sie erfüllen festgelegte Kriterien und
verankern den fairen Handel auf vielfältige Weise im Schulalltag.
Heuer wurden bereits zwei Schulen ausgezeichnet, die neu im Programm
sind.
Zum Schulstart stellt FAIRTRADE Österreich neue Angebote für den
Unterricht bereit. FAIRTRADE-Schulen greifen Themen wie fairen
Handel, globale Lieferketten und nachhaltigen Konsum im Schulalltag
auf. Für das neue Schuljahr stehen Unterrichtsmaterialien sowie ein
partizipatives Poster zum Selbstausdrucken für unterschiedliche
Altersstufen bereit. Ergänzt wird das Angebot mit neuen interaktiven
Quizformaten.
„Im Unterricht in Österreich können Schüler:innen lernen, was
unsere Konsum- und Handelsentscheidungen für Menschen in anderen
Teilen der Welt bedeuten. Gleichzeitig braucht es im Globalen Süden
faire Einkommen, Zugang zu Wissen und echte Perspektiven für die
nächste Generation. Beides gehört zusammen: Wissen schafft
Bewusstsein – und Bildung eröffnet Chancen“, sagt Hartwig Kirner,
Geschäftsführer von FAIRTRADE Österreich.
Zwtl.: Junge Menschen brauchen Perspektiven in der Landwirtschaft
Wie das konkret aussehen kann, zeigt die FAIRTRADE-
Kaffeekooperative COAQUIL in Honduras. Ihre kostenlose Cupping- und
Barista-Schule „Chapola“ vermittelt Kindern von
Kooperativenmitgliedern praxisnah Wissen über Kaffeequalität und –
verarbeitung. Darüber hinaus bildet COAQUIL junge Mitglieder in
Kaffeeanbau, Führung und Genossenschaftsarbeit aus. Das zeigt
Wirkung: Nach Angaben der Kooperative bestehen mehr als 70 Prozent
ihres Vorstands aus jungen Menschen; auch der Kontrollrat ist
vollständig mit jungen Mitgliedern besetzt.
FAIRTRADE-Programme stärken deshalb Qualifikation, Mitbestimmung
und klimaangepasste Landwirtschaft. Fairtrade Africa fördert
beispielsweise unternehmerische Kompetenzen, Innovation und die
Beteiligung der nächsten Generation an Entscheidungen in
Produzentenorganisationen. Das FAIRTRADE-Programm zur Prävention und
Behebung von ausbeuterischer Kinder- und Zwangsarbeit unterstützt
zugleich den Zugang zu Bildung und sensibilisiert ländliche
Gemeinschaften für Kinderrechte.
Für FAIRTRADE Österreich ist klar: Bei einem Durchschnittsalter
von rund 55 Jahren unter Bäuer:innen ist der Generationenwechsel
entscheidend für die Zukunft der Landwirtschaft – und damit für
stabile globale Lieferketten.
Weiterführende Links
– Mehr zu den rund 100 FAIRTRADE-Schulen in Österreich
– Zu den kostenlosen Bildungsmaterialien von FAIRTRADE Österreich
– 362 junge Menschen erreichte Fairtrade International 2025 mit
Weiterbildungsmaßnahmen
Bildmaterial gibt es hier zum Download