BIHAĆ/WIEN (OTS) – Auf Beschluss des Gemeinderates hat die bosnische
Grenzstadt Bihać
den Wiener Flüchtlingshelfer Petar Rosandić ‚Pero‘ im Rahmen ihres
766. Stadtgeburtstags mit einem Dankespreis ausgezeichnet. Vor rund
300 Gästen aus Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft würdigte die
Stadt sein langjähriges humanitäres Engagement und seine
Brückenarbeit zwischen Bosnie-Herzegowina und Österreich.
Zwtl.: Hilfe nach Brand im Camp Lipa
Rosandić, Obmann von SOS Balkanroute, setzt sich konsequent für
den Aufbau und die Erhaltung lokaler Hilfsstrukturen an den EU-
Außengrenzen ein. Sein Grundsatz: Gemeinden an den EU-Außengrenzen
wie Bihać dürfen mit den Herausforderungen von Flucht und Migration
nicht allein gelassen werden.
Dank der Hilfe der SOS Balkanroute konnte die Stadt schwerste
Krisen bewältigen – darunter das Horrorcamp Vučjak 2019 sowie die
dramatischen Folgen des Brandes im Camp Lipa 2020.
Auf Rosandićs Initiative spendete die Stadt Wien einen Müllwagen
der MA 48, die Stadt Graz Feuerwehrausrüstung und die Stadt
Traiskirchen einen dringend benötigten Rettungswagen.
Zwtl.: Verhinderung eines illegalen Gefängnisses
Als einer seiner größten Erfolge gilt die Aufdeckung und
Verhinderung eines illegalen Gefängnisses im Camp Lipa nahe Bihać.
Nachdem Rosandić die Zustände öffentlich gemacht hatte, wurde er vom
Errichter des Baus, dem International Centre for Migration Policy
Development (ICMPD), mit SLAPP-Klagen vor dem Wiener Handelsgericht
konfrontiert. Die Klagen wurden abgewiesen – das Gericht gab ihm
Recht .
Zwtl.: Österreichische Botschaft anwesend
An der Feier nahmen unter anderem der staatliche Minister für
Menschenrechte Sevlid Hurtić sowie mit Dominik Urak auch ein
Vertreter der Österreichischen Botschaft Sarajevo teil.
Rosandić und SOS Balkanroute erhielten in Österreich und Bosnien
zahlreiche Auszeichnungen für ihre lebensrettenden Einsätze, darunter
unter anderem den Ute-Bock-Preis für Zivilcourage (2020), die Goldene
Verdienstplakette des Roten Kreuzes von Bosnien und Herzegowina (2022
), den Ferdinand-Berger-Preis des DÖW (2023) sowie zuletzt den
Weltmenschpreis (2025