BELVEDERE: Cézanne, Monet, Renoir. Französischer Impressionismus aus dem Museum Langmatt

Wien (OTS) – Mit der Präsentation von mehr als 60 ausgewählten Werken
aus dem
Museum Langmatt in Baden bei Zürich stellt das Belvedere eine der
bedeutendsten privaten Sammlungen französischer Impressionist*innen
in Europa vor.

Generaldirektorin Stella Rollig: Die Sammlung von Jenny und
Sidney Brown entstand zeitgleich mit internationalen Ankäufen für die
Moderne Galerie in Wien – Vorläuferinstitution des Belvedere –, die
mit diesen einen Kernbestand impressionistischer Werke in seine
Sammlung aufnahm. Wir freuen uns daher besonders, dass das Belvedere
neben nur zwei anderen internationalen Museen ausgewählt wurde, die
Schätze der Langmatt während der Sanierung des Schweizer Hauses zu
präsentieren.

Aufgebaut wurde die Sammlung ab 1908 vom Ehepaar Brown – in einer
Zeit, in der die Werke von Künstler*innen wie Claude Monet, Camille
Pissarro oder Paul Gauguin noch wenig Beachtung fanden. So gelangte
beispielsweise mit Paul Cézannes Stillleben Pfirsiche, Karaffe und
Person erstmals ein Bild des Künstlers überhaupt in die Schweiz.
Ankäufe impressionistischer Kunst in solchem Umfang und solcher
Qualität waren nur aufgrund des familiären Vermögens und Sidneys
Tätigkeit als technischer Leiter des weltweit tätigen
elektrotechnischen Konzerns Brown, Boveri & Cie. möglich.

Die Sammlung des Museums Langmatt ist bemerkenswert – sowohl
aufgrund ihres frühen Entstehungszeitpunkts als auch aufgrund der
Tatsache, dass sie die Persönlichkeiten des Sammlerpaares und
kulturpolitische Interessenverschiebungen widerspiegelt , so Kurator
Alexander Klee.

Zu Lebzeiten von Jenny und Sidney Brown wurden nur selten Werke
aus der Sammlung für Ausstellungen verliehen, sodass die Qualität und
der Umfang des Bestands nur wenigen bekannt waren. Die
Sammeltätigkeit der Browns endete 1941 mit Sidneys Tod. Jenny
überlebte ihren Mann um 27 Jahre und starb 1968. Auch danach waren
die Werke kaum öffentlich zu sehen. Erst durch die testamentarische
Verfügung des letzten lebenden Sohnes von Jenny und Sidney Brown,
John Alfred Brown, wurde die Stadt Baden 1987 Erbin der Villa
Langmatt mit dem parkartigen Garten, des gesamten erlesenen
Interieurs und vor allem der Gemälde des französischen
Impressionismus. Die Jugendstilvilla Langmatt war nicht nur Wohnsitz,
sondern auch Ort gelebter privater Kunstleidenschaft. Seit 1990 ist
sie als Museum Langmatt der Öffentlichkeit zugänglich.

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