Bauernbund zu Renaturierung: FPÖ-Landesräte fordern Übererfüllung

Wien (OTS) – Mit Verwunderung reagiert der Österreichische Bauernbund
auf die
widersprüchlichen Wortmeldungen der FPÖ zum österreichischen
Wiederherstellungsplan. Während sich FPÖ-Vertreter auf Bundesebene
als Kritiker der Renaturierung inszenieren, wollen die eigenen FPÖ-
Naturschutz-Landesräte mehr Flächen als notwendig einmelden und
drohen damit, der heimischen Landwirtschaft massiven Schaden
zuzufügen und die Umsetzung für Österreich massiv zu verteuern.
„Anstatt unnötige Aussendungen zu produzieren, sollte sich die FPÖ
lieber um ihre wildgewordenen Naturschutz-Landesräte kümmern. Wer
mehr als notwendig einmelden will, handelt gegen die Interessen der
Bäuerinnen und Bauern und gefährdet die landwirtschaftliche
Bewirtschaftung“, stellt Bauernbund-Direktorin Mag. Corinna Weisl
klar.

Totschnig schützt Bauern vor unnötigen Belastungen
Besonders irritierend ist, dass die FPÖ einerseits die Kostenfrage
aufwirft, andererseits aber jede konstruktive Lösung verweigert.
Gleichzeitig liegt weiterhin kein gemeinsam von allen Bundesländern
getragener Vorschlag vor, um das Kapitel Naturschutz zu befüllen –
gerade aufgrund vieler noch offener Fragen, etwa zu den betroffenen
Flächen und den Auswirkungen für diese. Diese heiklen Fragen zu
klären, braucht Zeit und keine parteipolitisch inszenierte Hauruck-
Aktion.
Die Land- und Forstwirtschaft braucht keine politischen Schlagzeilen,
sondern Planungssicherheit. Genau deshalb setzt sich Bundesminister
Norbert Totschnig dafür ein, dass bestehende Leistungen der
Bäuerinnen und Bauern, der Waldbesitzer und der Wasserwirtschaft
anerkannt werden, dass keine einzige zusätzliche verpflichtende
Maßnahme im Planentwurf enthalten ist und dass zusätzliche Maßnahmen
nur bei gesicherter Finanzierung überhaupt diskutiert werden.
„Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig stellt sich schützend vor
unsere Bäuerinnen und Bauern und sorgt dafür, dass unnötige
Belastungen von den Betrieben ferngehalten werden. Er setzt auf
Freiwilligkeit und die Anerkennung bestehender Leistungen, anstatt
die Landwirtschaft am Altar der Renaturierung zu opfern, wie es die
FPÖ-Naturschutz-Landesräte mit ihren überzogenen Flächenmeldungen
offenbar vorhaben“, betont Weisl .

Bestehende Leistungen vollständig berücksichtigen
Unsere Bäuerinnen und Bauern leisten seit Generationen einen
wesentlichen Beitrag für Artenvielfalt, Boden- und Wasserschutz sowie
die Pflege der heimischen Kulturlandschaft. Diese Leistungen müssen
vollständig berücksichtigt werden. Zusätzliche Flächenmeldungen, die
über das tatsächlich notwendige Ausmaß hinausgehen, lehnt der
Bauernbund entschieden ab.
„Die FPÖ-Naturschutz-Landesräte wollen deutlich mehr Flächen zur
Renaturierung einmelden, als notwendig sind und damit die
Renaturierung auf dem Rücken der Bäuerinnen und Bauern umsetzen. Das
wird es mit uns nicht geben“, so Weisl abschließend.